BR - Marie Lu - Legend #1 Fallender Himmel









Fest Gebunden
Erschienen am: 12. September 2012
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3785573945
Seitenzahl: 363
Preis: 17,95 €









Zitat
„Du hast gerade jemanden getötet. Ich bringe es nicht über mich Thomas in die Augen zu sehen. Bringe es nicht über mich ihn zu fragen, wie er Befehle dermaßen blind befolgen kann.“

Inhalt
Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.

Zum Buch
Das Cover des Buches erinnert an ein Symbol oder eine Art Abzeichen des Militärs und letztlich ist es ja auch genau das. Das Logo der Republik für die June lebt und arbeitet und gegen die Day sich auflehnt. Entsprechend ist es natürlich sehr passend zur Geschichte gestaltet, allerdings finde ich persönlich das Weiß ziemlich steril. Wobei auch das natürlich zur Republik passt dann, die alles klar und hell darstellen möchte. Eine blütenweiße Weste.
Bereist bei den Charakteren war ich dann wieder ziemlich enttäuscht. Ich hatte so viel Gutes über das Buch gehört, doch leider kam die Autorin meiner Meinung nach nicht über die typischen Klischeecharaktere und die altbekannte Handlung einer Dystopie hinaus.
Beide Protagonisten haben ihre Eltern und schließlich auch ihre ganze Familie verloren, scheinen damit allerdings trotzdem recht gut klarzukommen. Sie haben beide den großen Test, den ja eigentlich niemand mit der vollen Punktzahl schafft genau so abgeschlossen. Dazu überlebt Day auch noch ganz allein auf den Straßen der Stadt und schafft es dabei auch noch der Regierung Scherze zu spielen. Die Eigenschaften der Charaktere fand ich also doch reichlich hochgesteckt und übertrieben.
Entsprechend stellte sich bei mir auch kein wirkliches Mitgefühl für die beiden ein. Auch die Spannung des Handlungsverlaufs blieb bei mir eher aus. Von vorneherein war klar worauf die Handlung hinauslaufen würde. Die beiden Protagonisten verlieben sich natürlich, denn kein Jugendbuch kommt ohne Liebe aus. Das an sich fand ich nicht einmal so schlimm, doch natürlich fällt June ihre Liebe erst auf, nachdem sie ihn schon ausgeliefert hat und Day hingerichtet werden soll. Da muss sie dann natürlich in den Tagebüchern ihres Bruders auch noch den Hinweis auf die dunklen Machenschaften der Regierung finden und deshalb eine Rebellion gegen alles das starten, was sie eigentlich zu kennen glaubte. Natürlich ganz ohne unter dem Druck und den Ereignissen zusammenzubrechen. Das halte ich doch für reichlich übertrieben.
Die Handlung wird zwar schlüssig verfolgt, doch auch das Setting der Geschichte gefiel mir nicht richtig, wobei das natürlich eine reine Geschmackssache ist. Mir fehlte das Zukunftsweisende in dieser dystopischen Gestaltung. Es kam mir mehr vor wie eine moderne Version des amerikanischen Bügerkriegs. Südstaaten gegen Nordstaaten und jeder ist der Meinung, dass der andere alles falsch macht und böse ist.
Der Schreibstil ist bei dem Ganzen noch das positivste. Zwar auch typisch für ein Jugendbuch, keine ausschweifenden Gedankengänge und Ideen, doch leicht zu lesen und mit spannenden Übergängen von einem, zum nächsten Kapitel. Positiv ist auch, dass es trotz der wechselnden Perspektive von June und Day keine Wiederholungen gibt.

Fazit
Insgesamt hat mich das Buch eher enttäuscht. Den ganzen Hype um dieses Buch kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Es erscheint mir kaum anders als all die anderen Dystopien auch, die seit Panem aus dem Boden sprießen. Wer allerdings solche Art Erzählungen gerne liest und sich nicht davon gelangweilt fühlt, dass sie eigentlich stets die selbe Handlung haben, sollte sich auch dieses Buch nicht entgehen lassen, denn man merkt durchaus das Herzblut, dass die Autorin in ihr Werk gesteckt hat.


Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥
Spannung: ♥♥ 
Humor: ♥♥
Schlüssigkeit: ♥♥♥
Originalität: ♥♥
Emotionale Tiefe: ♥♥
Schreibstil: ♥♥♥♥
Umsetzung: ♥♥
 
 


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