Cover Monday #55 - Die Eismacher

Eine Aktion von The emotional Life of Books


Guten Morgen ihr Lieben :)

Ich hab mich dazu entschieden den Cover Monday nur dann mitzumachen, wenn mich wirklich ein Cover anspringt und ich es toll finde. Jede Woche auf Biegen und Brechen eins zu finden und dann eins zu nehmen, das irgendwie nur so halbherzig ausgesucht ist... das ist ja nicht Sinn und Zweck der Übung.
Diese Woche aber konnte mich eines wirklich überzeugen. Ich hab's zufällig bei Meggie in der Hand gehabt, die ein Leseexemplar bekommen hat:




Wenn Liebe auf der Zunge zergeht. Im Norden Italiens, inmitten der malerischen Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher, in dem sich die Einwohner auf die Herstellung von Speiseeis spezialisiert haben. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme wurde hier erfunden. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen so sehr wie das Eis. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sophia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte …

Nach diesem richtig sommerlichen Wochenende (in meiner Wohnung waren es zeitweise 31°C und das Anfang Mai!!!) und dem Ausprobieren einer neuen Eisdiele, war das Cover einfach genau das richtige. Den Nagel auf den Kopf getroffen, könnte man sagen. Mir gefällt das sommerliche Flair, die bunten, hellen und trotzdem kräftigen Farben. Es macht einfach Lust auf Sommer (wenn auch nicht unbedingt in meiner Dachgeschosswohnung).

Wie gefällt es euch? Und wie habt ihr das (lange?) Wochenende verbracht? Hat das Wetter bei euch auch so schön mitgespielt?

Liebe Grüße!



Romeo & Romy - Leserunde bei Lovelybooks

Hallo ihr Lieben! :)

Viele von euch hatten bzw. haben gerade ein langes Wochenende! Ich musste leider heute arbeiten, aber morgen werde ich den schönen Samstag genießen und mich auf mein neues Buch stürzen.

Romy könnte eine große Schauspielerin sein, aber niemand sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr. Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es – wie jeder weiß – nur Idioten. Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der »Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt ...


Schon seit ich die Benachrichtigung bekommen habe, dass ich bei der von Autor Andreas Izquierdo begleiteten Leserunde auf Lovelybooks dabei bin, hab ich mich total auf das Buch gefreut! Auch wenn mir die Post mal wieder Steine in den Weg gelegt hat - schon seit Dienstag hat es auf der Hauptpost auf mich gewartet, weil der Paketbote mal wieder einfach nicht geklingelt hat.
Aber jetzt ist es ja da und ich bin super gespannt! "Das Glücksbüro" und "Der Club der Traumtänzer" haben mich ja total begeistert (und zu Tränchen gerührt). Die Erwartungen sind hoch, aber ich glaube nicht, dass sie enttäuscht werden :)

Liebe Grüße


BR - Robert Louis Stevenson - Die Schatzinsel




 Titel: Die Schatzinsel
 Reihe: -
 Autor: Robert Louis Stevenson
 Genre: Abenteuerroman / Klassiker
 Verlag: Reclam
 Seitenzahl: 325 Seiten
 Preis: 24,95€







"Ja, das war'n Kerl mit Köpfchen, immer allen über, den hat keiner geschafft, nur der Rum ganz zum Schluss. Hat sich vor keinem gefürchtet, der Flint, bestimmt nicht. Nur vor Silver. Der mit seiner feinen Art - da wusste er nie, wo er dran war, der Flint."


Jim Hawkins schreibt das vielleicht größte Abenteuer seines Lebens nieder. Er erzählt, wie der unangenehme, vierschrötige Billy Bones, der sich von allen nur "der Kapitän" nennen lässt, im Gasthaus seiner Familie aufschlägt und sich zum Dauergast entwickelt. Offenbar versteckt er sich vor etwas - oder jemandem. Und allzu bald findet die Familie Hawkins heraus, vor wem: seinen einstigen Schiffskameraden, die nach der Karte zum versteckten Schatz des berüchtigten Captain Flint führt. Es ist Jim, dem sie schließlich in die Hände fällt, und der gemeinsam mit dem Squire und dem Doktor eine Expedition auf die Beine stellt, die den sagenumwobenen Schatz bergen soll. Was sie nicht wissen ist, dass ein Teil der Crew, geführt vom Schiffskoch Long John Silver, aus Flints einstiger Mannschaft stammt und diesen Schatz um jeden Preis in ihren Besitz bringen will - koste es, was es wolle.

Wir alle haben früher oder später mal diese Momente, in denen wir zu der Erkenntnis gelangen: wir wollten doch eigentlich immer schon mal mehr Klassiker lesen! Meistens hapert es dann aber doch an der Motivation und der wahren Flut an wirklich tollen und interessanten neuen Bücher. Durch die Serie "Black Sails" bin ich aber total auf die Piraten-Thematik gekommen und dann führte natürlich absolut kein Weg an Robert Louis Stevensons "Die Schatzinsel" vorbei, zumal die dort vorkommenden Charaktere auch in der Serie auftauchen, nur gut 20 Jahre später. Ich war neugierig, was aus John Silver, Captain Flint und Billy Bones wohl geworden ist.
Wie bei jedem "Klassiker" hatte ich ein bisschen die Befürchtung, dass ich in den Schreibstil nicht rein finde, weil er aus einer völlig anderen Zeit stammt. Das war aber komplett unbegründet. Jim Hawkins ist ein überaus sympathischer Erzähler und hatte mich von Anfang an für seine Geschichte eingenommen. Die Figuren könnten unterschiedlicher nicht sein. Der kultivierte Squire, der belesene Doktor und als Gegensatz dazu die raubeinigen Seemänner, von denen John Silver überraschend eloquent und gebildet wirkt. Und mittendrin Jim, der noch nie über seinen Heimatort hinaus gekommen ist und plötzlich Meutereien aufdeckt, einer Belagerung standhalten und einen Weg finden muss, wie das Unternehmen Flints Schatz zu finden, nicht zu ihrer aller Grab wird.
Der Schreibstil ist angenehm einfach gehalten. Man lernt viel über die Seefahrt, natürlich herunter gebrochen, aber es wird nie langweilig. Man kann sich einfach auf das Abenteuer einlassen, anstatt über jeden Satz drei mal nachdenken zu müssen und darüber die Handlung ganz zu vergessen.
Von all den wunderschön illustrierten Ausgaben der Schatzinsel, die es mittlerweile auf dem Markt gibt, haben wir in der Bücherei natürlich die schnöde Reclam-Fassung. Wahrscheinlich habe ich die langweiligste Aufmachung dieses Buches überhaupt erwischt, obwohl man ja einräumen muss, dass es für ein Reclam-Buch doch fast hübsch ist.

Wer Lust auf Piraten hat, kommt an "Die Schatzinsel" sowieso nicht vorbei. Wer mal wieder etwas für die gelesene-Klassiker-Statistik tun möchte, ist hiermit in jedem Fall gut beraten - einfach, spannend, großartig!


Aussehen: ♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥♥♥









Zitat #25 - Tanz auf Glas (3)

Mickeys Arzt betrachtete mich einen Augenblick lang und holte dann tief Luft. "Lucy, jede Ehe ist ein Tanz - mal kompliziert, mal wunderschön, meistens wenig aufregend. Aber mit Mickey werden sie manchmal auf Glasscherben tanzen. Das wird weh tun. Und entweder fliehen Sie vor diesem Schmerz, oder Sie halten sich noch besser fest und tanzen weiter, bis sie wieder Parkett unter den Füßen haben."  
("Tanz auf Glas" von Ka Hancock, Seiten 152)

Gemeinsam Lesen #60 - Piraten!

 veranstaltet von: Schlunzenbücher

Guten Morgen, ihr Lieben!

Letzte Woche hätte ich euch nochmal "Tanz auf Glas" vorsetzen müssen, diese Woche kann ich euch ein frisches Buch präsentieren :)


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?




"Piraten! - Das Handbuch der unbekannten Fakten und schönsten Anekdoten" von Andreas Kammler
Seite 27



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Einige blieben ihr ganzes, oft kurzes weiteres Leben Piraten, anderen, zum Beispiel Exquemelin oder dem Schweizer Samuel Brun, gelang der Ausstieg aus dem Milieu, sie konnten sich zur Ruhe setzen und ihre Erinnerungen aufschreiben.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)
Gemessen an der anhaltenden und nicht abreißen wollenden Black Sails Obsession war es ja klar, dass ich mich auch nach der Schatzinsel nochmal ein bisschen weiter um Piraten drehen muss. Da ich bei vielen Seefahrer-Abenteurer-Romanen vorsichtig bin, bin ich in unserer Geschichtsabteilung bei Andreas Kammlers kleiner, aber interessanter Geschichtensammlung gelandet.

Kammler erklärt zum Beispiel die Unterschiede zwischen Freibeutern und Piraten, aber auch warum diese Grenzen eigentlich schwimmend ineinander übergingen. Wie hat sich Tortuga eigentlich zum Piratennest entwickelt? Wie hat die Piraterie überhaupt ihren Anfang genommen und warum florierte sie gerade im 17. und 18. Jahrhundert so sehr, dass uns diese Zeit bis heute als das Goldene Piratenzeitalter bekannt ist?
Viel hab ich ja noch nicht gelesen, aber mein bisheriges Highlight: Wildschweine standen in Tortuga im 17. Jahrhundert unter Artenschutz :D


4. Beeinflussen Bücher deinen Alltag?
In jedem Fall. Auf der einen Seite natürlich, weil ich gerne und viel Zeit darin investiere zu lesen - wie wir alle vermutlich. Aber auch auf inhaltlicher Ebene bleiben einige Bücher über die letzte Seite hinaus in meinem Kopf. Als Rollenspieler sammel ich immer gerne Anregungen für neue Charaktere, neue Handlungsstränge, überlege wie ich diesen oder jenen Charakter, der mir besonders gut gefallen hat, in eine der mit Freunden erspielten Geschichten einflechten kann. Ein gutes Buch hat meiner Meinung nach auch die Fähigkeit, Gefühle hervorzurufen, sei es nun dass man sich mit den Figuren freut, mit ihnen leidet, dass sie einen nachdenklich, traurig oder betroffen machen. Also ja, ganz definitiv beeinflussen Bücher meinen Alltag :)

Wie ist das bei euch? Letzte Seite gelesen und dann aus den Augen, aus dem Sinn?

Liebe Grüße





HBR - Sabine Thiesler - Nachtprinzessin




 Titel: Nachtprinzessin
 Reihe: Commissario Donato Neri #4
 Autor: Sabine Thiesler
 Sprecher: Sabine Thiesler
 Genre: Thriller
 Verlag: Random House Audio
 Laufzeit: 456 Minuten
 Preis: 24,95€


Eine Mordserie hält ganz Berlin in Atem. Junge Männer, die mit einem besonderen Seidenschal erdrosselt werden, offenbar beim Liebesspiel. Doch der Mörder, der sich selbst "Die Prinzessin" nennt, ist einfach nicht zu fassen. Er geht sogar so weit, der Polizei verschlüsselte, höhnische Botschaften zu schicken. Aber dann gibt es einen Hinweis von den italienischen Kollegen: auch in Italien sind zwei junge Männer ums Leben gekommen. Der Austausch der Ermittlungsbehörden beginnt. Die Schlinge um den exzentrischen Mörder wird sich zuziehen. Aber wird sie das auch rechtzeitig für Gianni, den Sohn von Commissario Donato Neri, tun, der ahnungslos in die Fänge der Prinzessin geraten ist?

Es hat dieses zweite Buch - oder in diesem Fall viel mehr Hörbuch - von Sabine Thiesler gebraucht, bis ich festgestellt habe, dass es sich tatsächlich um so etwas wie eine Reihe handelt. Donato Neri, strafversetzt zur italienischen Provinzpolizei, ist ein wiederkehrender Ermittler, der mir auch schon aus "Der Menschenräuber" bekannt war. Wie der Zufall es so wollte ist "Nachtprinzessin" tatsächlich der nachfolgende Titel, allerdings stellte sich dabei auch heraus, dass ich bei Teil 3 der Reihe eingestiegen bin.
Obwohl ich mich dadurch schon ein bisschen heimelig gefühlt habe, war es schwer für mich einen Zugang zu der Geschichte zu finden. Die Handlung wird in drei unterschiedlichen Schwerpunkten erzählt. Einen davon bildet Susanne, Ermittlerin in Berlin und Mutter einer pubertierenden, fast volljährigen Tochter, für die sie nicht die Zeit aufbringen kann, die sie ihr gerne widmen würde. Dann ist da natürlich Neri, der sich in Italien neben einer unwillkommenen Urlaubsvertretung am Ende der Welt mit den üblichen Problemen in seiner Ehe rumschlagen muss und noch dazu mit seinem Sohn Gianni, der nach seinem Schulabschluss einfach nicht in die Gänge kommt. Bei beiden Ermittlern liegt der Schwerpunkt extrem auf ihrem persönlichen Umfeld und Leben, auf dem ganzen zwischenmenschlichen Drama, das eine Familie manchmal so mit sich bringt. Interessanter fand ich dagegen den dritten Handlungsstrang - hier erzählt die Prinzessin. Von ihrem Leben, ihren Morden, ihrer Familie. Man bekommt einen beängstigenden Einblick in ihre Psyche. Im einen Moment ganz normal, im nächsten bereits von dem brennenden Verlangen getrieben zu besitzen und zu zerstören.
Wie beim letzten Mal hat mir sehr gut gefallen, dass Sabine Thiesler auch diese ihrer Geschichten wieder selbst liest. Wer weiß besser wie die Charaktere angelegt waren als die Autorin selbst? Hierin hat sie wieder einen tollen Job gemacht - auch wenn ich mich wirklich nicht für das ganze Drama erwärmen konnte.

Ein interessanter Täter, aber viel zu viel wer-mit-wem bei den Ermittlern. Dafür gibt es solide 3 Blümchen.


Aussehen: ♥♥♥♥
 Charaktere: ♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥
 Sprecher/in: ♥♥♥♥♥



Zitat #24 - Tanz auf Glas (2)

Später erzählte er mir, dass es nicht nur seine Bestimmung gewesen sei, mich zu lieben, sondern sein persönlicher Kreuzzug. Er hatte sich zu Herzen genommen, was ich gesagt hatte - dass jemand auch für mich kämpfen müsse -, und die letzten zehn Tage lang gegen seine Dämonen um mich gekämpft. Letzten Endes hatte er gewonnen. Ich war ziemlich sicher, dass ich mir von niemandem mehr hätte wünschen können.  
("Tanz auf Glas" von Ka Hancock, Seiten 142-143)
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