Ivys Monatsrückblick #1: Oktober 2012

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr habt gestern alle einen großartigen Halloween-Abend verbracht. Ich habe bei Meggie gehockt und mich von ihr mit einem großartigen Chili con Carne verköstigen lassen, bevor wir uns den restlichen Abend mit "Wrong Turn 4" und "SAW IV" vertrieben haben. Und dann war plötzlich auch schon der 1. November.




Nachdem ich den ersten Schreck verkraftet hab, hab ich gedacht, ich sollte vielleicht wenigstens den Versuch einer Rekonstruktion des Oktobers starten. Hier also mein erster Monatsrückblick:

Das wichtigste Ereignis war natürlich, dass ich mich Meggie auf ihrem Blog hier angeschlossen habe. Ich denke das war eine gute Entscheidung, denn es macht mir wahnsinnig viel Freude, wieder regelmäßig meinen Senf zu allem möglichen dazu zu geben und mich respektive auch durch andere Blogs zu klicken.
Dabei hat sich der Oktober als gar nicht mal so ergiebig erwiesen, was das Lesen angeht. Die meiste Zeit habe ich damit verbracht, ältere Rezensionen aufzuarbeiten und an Meggies bewährtes Bewertungsschema anzupassen. Letzten Monat tatsächlich gelesen habe ich im Grunde nur 2 Bücher:

"Das Lied des Achill" von Madeline Miller (416 Seiten)
"Der Mörder in uns" von David M. Buss (285 Seiten)

Bei letzterem handelt es sich um ein Sachbuch über evolutionspsychologische Aspekte bei Gewaltverbrechen. Zu diesem Buch werdet ihr keine Rezension finden, da es doch recht speziell ist und ich denke, dass die meisten von euch anders gelagerte Interessen haben ;) Außer natürlich jemand kräht jetzt ganz laut "HIER!".

Das Sachbuch hat mich jedenfalls ganz schön aufgehalten, weil es sich nicht mal eben so zwischendurch lesen ließ. Dazu kam natürlich auch, dass das neue Semester angefangne hat und der Anfang immer ein bisschen stressig ist.
Angefangen habe ich diesen Monat:

"Totengleich" von Tana French (265 von 570 Seiten)
"Das Lied von Eis & Feuer 6: Die Königin der Drachen" von George R. R. Martin (237 von 608 Seiten)

Ich habe lange keine zwei Bücher mehr parallel gelesen, bis jetzt liegt das langsame Vorankommen aber nicht daran, dass das eine Buch mich aus der Handlung des anderen rauskatapuliert, sondern einfach an der etwas knapp bemessenen Zeit zu lesen.

Insgesamt komme ich damit auf solide 1203 Seiten im Oktober. Das war schon mal besser, aber auch schon mal schlechter. Alles in allem hoffe ich, dass ich im November zu mehr komme :)

Liebe Grüße
eure Ivy

BR - Madeline Miller - Das Lied des Achill

 Fest Gebunden
Erschienen am: 10.09.2011
Verlag: Bloomsbury Berlin
ISBN: 978-3827010315
Seitenzahl: 416
Preis: 22,00€
Leseprobe: >> KLICK << 
Zitat:
"Für das grauenvolle Sterben, die zerschmetterten Schädel und Knochen und das Blut, das ich mir später von Haut und Haaren abwaschen sollte, hatte ich keine Augen mehr. Ich sah nur seine Schönheit und seine tanzende Kraft."

Inhalt:
Nachdem er ungewollt den Tod eines Jungen herbeigeführt hat, wird Prinz Patroklos von seinem Vater ins Exil nach Phtia geschickt. Er ist nicht der einzige Junge, den König Peleus dort aufgenommen hat, und wäre vielleicht sogar in der Menge untergegangen, wenn sich nicht Achill seiner angenommen hätte, Sohn des Peleus und der Nymphe Thetis. Aus der unterschütterlichen, ergebenen Freundschaft wird mehr und bald ist Patroklos nicht mehr nur der erwählte Gefährte des Aristos Achaion, des besten der Griechen, sondern auch sein Geliebter. Als Paris Helena, die Königin von Sparta und schönste Frau der Welt, nach Troja entführt, folgt Patroklos Achill in den Krieg. Während Achill darauf aus ist, seinem Namen unsterblichen Glanz zu verleihen, ist Patroklos entschlossen, den Göttern, die seinem Freund einen frühen Tod prophezeit haben sollte er nach Troja gehen, so viele Jahre wie nur irgend möglich abzutrotzen. Doch die Götter sind wankelmütig...
Zum Buch:
Jeder kennt Homers Ilias. Wenn man sie auch nicht selbst gelesen hat, so hat man sich doch in der Schule oder in der Freizeit zumindest schon mal so weit mit der griechischen Mythologie auseinander gesetzt, um diese vielleicht bekannteste aller Sagen zu kennen. Achill, Patroklos, Helena, Paris, Hektor, Odysseus, Agamamnon - alles keine unbekannten Namen. Zuletzt wurde der Mythos 2004 in Form des Filmes von Wolfgang Petersen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Ich, und dazu stehe ich, mochte diesen Film über alle Maßen und kann ihn mir bis heute wieder und wieder anschauen. Und jetzt, nachdem ich Madeline Millers Version gelesen habe, kann ich mir gut vorstellen, dass ich mir auch dieses Buch immer wieder zu Gemüte führen kann. Sie geht anders an den Stoff heran und der Fokus der Geschichte liegt unbestreitbar bei Patroklos, der hier als Ich-Erzähler fungiert, und Achill. Von Seiten der Trojaner bekommt man nur mit, was auch bis zu Patroklos ins Lager der Griechen vordringt. Aber das macht die Erzählung keineswegs einseitig oder langweilig, denn das Augenmerk der Autorin liegt ganz klar in der Charakterzeichnung Achills und Patroklos'. Das Band zwischen den beiden, das sich im Laufe des Buches in eine respekt- und hingebungsvolle Liebe wandelt, wirkt nicht im geringsten kitschig. Madeline Miller verzichtet auf klassische Klischees und hat es immer wieder geschafft, mich ein kleines bisschen zum Seufzen zu bringen, schlicht und ergreifend weil ich die Geschichte so schön fand. Und das gelingt ihr auch völlig ohne Schachtelsätze oder eine Blumenwiese an überzogenen Metaphern. Madeline Miller schreibt einfache, leicht verständliche und flüssig lesbare Sätze - und sie sind doch so wirkungsvoll, dass sie mich stellenweise unglaublich berührt haben.
Leider ist "Das Lied des Achill" eines dieser Bücher, von denen man weiß wie sie ausgehen. Wie sie ausgehen müssen, weil sie nun mal auf einer gemeinhin bekannten Geschichte beruhen. Und deren Ende man doch am liebsten umschreiben würde. Als ich die letzten zwanzig, dreißig Seiten gelesen habe, saß ich gerade beim Frühstück in einem Café und konnte trotzdem ein paar Tränchen nicht zurückhalten. 
Fazit:
Bücher, die einen zum Seufzen bringen und einen zu Tränen rühren können, haben gemeinhin etwas für sich. Madeline Miller gelingt eine wirklich wunderschöne Neufassung einer altbekannten Geschichte. Von mir gibt es deshalb meiner Ansicht nach verdiente fünf Herzchen für dieses tolle Buch. 
Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥

Spannung: ♥♥♥
Humor: ♥ 
Schlüssigkeit: ♥♥♥
Originalität: ♥♥
Emotionale Tiefe: ♥♥

Schreibstil: ♥♥♥
 

BR - Fitzek & Tsokos - Abgeschnitten









Fest Gebunden
Erschienen am: 26.09.2012
Verlag: Droemer
ISBN: 9783426199268
Seitenzahl: 400
Preis: 19,99
Leseprobe: >> KLICK <<











Zitat
„Denn Hoffnung ist nichts anderes als eine Scherbe im Fuß, hatte sie mal irgendwo einmal gelesen, die ewig schmerzt, bis man sie endlich herauszieht.“

Inhalt
Der Tod geht um auf Helgoland und das wo die Insel abgeschnitten ist. Abgeschnitten vom Festland, denn es tobt ein Orkan und niemand kann die Insel mehr verlassen oder betreten. Eigentlich sollte Linda sich in dem Strandhaus sicher und geborgen fühlen, doch sie wird das Gefühl nicht los, dass ihr schlimmster Alptraum sie auch hier finden wird.
Doch plötzlich ist die Angst vergessen, denn sie findet eine Leiche und bei ihr ein Handy, das sie zu dem Pathologen Paul Herzfeld verbindet und von diesem Moment an sind beide Figuren in einem Spiel, in dem es um mehr als um den Sieg oder eine Niederlage geht. Es geht um das Leben eines Mädchens und plötzlich scheinen auch Paul und Linda nicht mehr sicher zu sein.

Zum Buch
Eine Rasierklinge hat zwar mit dem Buch an sich eher wenig zu tun, doch wirkt der Schnitt und das Blut zusammen mit der roten Schrift schon anziehend und sorgt zumindest schon mal dafür, dass man das Buch in die Hand nimmt.
Der Titel passt dann allerdings wieder wie die Faust aufs Auge und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Wie genau sich Abgeschnitten dann in die Handlung eingliedert, möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten, das könnt ihr schön selbst ermitteln.
Die Charaktere sind – wie meist bei Fitzek – sehr realistisch und vor allem menschlich gehalten. An einigen Stellen, stellen erscheint mir Linda etwas übermenschlich, denn ich glaube nicht, dass ich einfach so eine Leiche aufschneiden könnte, doch an dieser Stelle wusste Tsokos sicher, was er dem Charakter zutraute.
Auch wenn der Einfluss des Mitautors Michael Tsokos vor allem in der Hauptperson des Pathologen spürbar wird, ändert sich auch der Handlungsverlauf und der Schwerpunkt des Thrillers etwas. Wenn man bisher von Fitzek eher Psychothriller gewohnt war, steht in diesem Buch eher das Lösen des Rätsels durch den Pathologen im Vordergrund. Trotzdem bleibt die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite erhalten. Erst auf den letzten Seiten wird deutlich wie die ganze Handlung sich zu einem Ganzen zusammensetzt.
Dadurch bleibt die Geschichte in Abgeschnitten in der Flut von Thrillern, die heutzutage auf dem Markt sind, doch etwas besonderes. Gerade die Zusammenarbeit der Gerichtsmediziners und des Autors machen die Handlung zu etwas besonderem, mit neuen Einblicken.

Fazit
Ein Buch für jeden Thrillerfan. Jeder der Fitzek mag, wird die Kombination mit Tsokos genauso gut finden. Ein muss auf dem Weihnachtswunschzettel von jedem, der Spaß an Blut und Gewalt und Rätseln hat.


Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥
Spannung: ♥♥♥
  Humor: ♥♥
  Schlüssigkeit: ♥♥♥♥ 
Originalität: ♥
Emotionale Tiefe: ♥♥

Schreibstil: ♥♥
♥♥



Erste Challenge für 2013

Gerade eben bin ich auf eine großartige Challenge gestoßen. Da sich Ivys und auch mein SuB bedenklich einer dreistelligen Zahl annähren und bei uns beiden in diesem Jahr noch Geburtstag und Weihnachten anstehen, haben wir uns vorgenommen endlich etwas zu unternehen und dem SuB den Krieg anzusagen!


Die Aufgaben, die zu erfüllen sind, sind recht simpel. Zuerst darf in einem Monat eurer Wahl kein Buch zum SuB hinzukommen. Das heißt es darf weder gekauft, noch getauscht, noch gewonnen oder geliehen werden. Des Weiteren dürfen einen Monat lang nicht mehr Bücher zum SuB hinzukommen, als ihr bereits gelesen habt.
Um das Ganze zusätzlich etwas spannender zu gestalten, gibt es 50 Kriterin, nach denen die Bücher vom SuB ausgewählt werden können. Am Ende des Jahres sollten von diesen 50 Kriterien mindestens 20 erfüllt worden sein.

Alles weitere findet ihr auf Anetts Bücherwelt HIER

Vielleicht möchtet ihr eurem SuB ja auch den Krieg erklären und endlich wieder Platz für Neues schaffen :)

BR - Brenna Yovanoff - Schweigt still die Nacht

Gebundene Ausgabe
Erschienen: 10.01.2011
Verlag: Script5
ISBN: 978-3839001271
Seitenzahl: 368
Preis: 17,95€
Leseprobe: >> KLICK <<






Inhalt:
In Gentry verschwinden immer wieder Kinder aus ihren Wiegen und werden durch Wechselbälger ersetzt. Jeder in der Kleinstadt weiß es. Jeder schaut weg. Jeder redet es sich schön. Jeder betet, dass es nur nicht die eigene Familie treffen möge.
Auch Mackie Doyle ist ein solches Wechselbalg, zurückgelassen von den seinen, um in die Schuhe des echten Malcolm Doyle zu schlüpfen. Er weiß es und auch seine Familie weiß es, aber niemand spricht darüber, so wie es in Gentry eben üblich ist. Die größte Priorität in Mackies Leben: Nicht auffallen. Sich bloß nicht von den anderen unterscheiden. Das wird aber zusehends schwerer, als die kleine Schwester seiner Freundin Tate verschwindet und ebenfalls ersetzt wird. Mackie muss abwägen, was ihm wichtig ist und wie weit er dafür zu gehen bereit ist.

Zum Buch:
Als Teilnehmer der von Lovelybooks organisierten Testleserunde zu Brenna Yovanoffs Erstlingswerk, habe ich es kaum erwarten können, das Buch endlich in Händen zu halten und bin mit großen Erwartungen an selbiges herangegangen. Aus der Ich-Perspektive erzählt uns Mackie, der Protagonist, von seinem Leben als "Anderer" unter den normalen Menschen. Mir hat der Schreibstil der Autorin von Anfang an zugesagt, auch die Atmosphäre, die sie zu erzeugen versteht, war beeindruckend. Allerdings fühlte ich mich im ersten und auch im zweiten Teil des Buches (das Buch ist in vier Teile unterteilt, die wiederum mehrere überschaubare Kapitel beinhalten) als Leser ein bisschen im Stich gelassen. Mackie berichtet von seinen Problemen, von seiner Unverträglichkeit bezüglich Eisens und anderem. Dabei erzählt er es so, als müsste der Leser wissen, wovon er spricht und ich für meinen Teil stand die ganze Zeit ziemlich ratlos vor den einzelnen Teilen und konnte sie irgendwie zu keinem Ganzen zusammenfügen. Mir ist klar, dass Brenna Yovanoff absichtlich nur Stückchen um Stückchen der Wahrheit preis gibt, aber mich hat dieses Gefühl des 'Außen vor Seins' die erste Hälfte des Buches so hartnäckig begleitet, dass es mir das Ganze fast schon ein bisschen verleidet hat.
Das Buch legt definitiv zu, je weiter man es liest, auch wenn es zumindest einen wirklich wirklich großen Punkt gab, der dem Buch viel genommen hat, wie ich finde - ist allerdings eine sehr subjektive Sicht der Dinge, das ist mir bewusst, andere finden besagte Stelle vielleicht sogar ziemlich cool. Ich dagegen war einfach nur fassungslos, kann hier aber nicht näher darauf eingehen, da es potenziellen Lesern womöglich etwas vorweg nimmt, was sie noch gar nicht wissen wollen. Vielleicht werdet ihr beim Lesen selbst drüber stolpern und euch fragen, ob es Sinn macht oder nicht.
Eine weitere Schwachstelle ist in meinen Augen Mackies Beziehung zu Tate, die sich für mich einfach weder nach 'großer Liebe' anfühlte, noch sonst irgendwie natürlich, sondern mehr konstruiert, aufgesetzt und mit dem Brecheisen aufgezwungen. Eigentlich schade, denn Tate war mir eine durchaus sympathische Figur, aber auch das ist ja bekanntlich wie immer Geschmackssache.
Zumindest eines muss man dem Buch definitiv zugute halten: Mein Lieblingscharakter überlebt. Und das heißt was - meine Lieblinge neigen sonst häufiger dazu, zu sterben.

Fazit:
Ich habe Horror erwartet, aber wenig Horror bekommen. Dafür habe ich deutlich mehr Fantasy bekommen, als ich erwartet hätte. Brenna Yovanoff hat eine bildhafte Geschichte geschaffen, die zwar fasziniert, aber auch zahlreiche Schwächen aufweist. Von mir gibt es 3 Gesamtherzchen für das Erstlingswerk der jungen Autorin.

Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥
Spannung: ♥♥♥
Humor: ♥ 
Schlüssigkeit: ♥♥♥
Originalität: ♥♥

Emotionale Tiefe: ♥♥
Schreibstil: ♥♥♥


 

Pias Geburtstagsverlosung

Wie der Titel bereits verrät, hat bald jemand Geburtstag - und zwar die liebe Pia von SeitenBlicke. Normalerweise lässt sich ja das Geburtstagskind beschenken, aber Pia hat den Spieß kurzerhand einfach mal umgedreht und möchte ihre Leser beschenken. Eine Idee, die ich so toll fand, dass ich sie euch gleich mal näher bringen wollte.
Zu gewinnen gibt es dabei eines von zwei Büchern:

1. "Ein plötzlicher Todesfall" von Joanne K. Rowling
2. "Soul Seeker - vom Schicksal bestimmt" von Alison Noel

Was ihr genau tun müsst, um möglicherweise eines der beiden Bücher zu gewinnen, lest ihr >> HIER << am besten selbst nach. Die Teilnahme ist bis zum 7. November 2012 möglich - und ich für meinen Teil bin auf jeden Fall dabei! :)

BR - Derek Landy - Rebellion der Restanten







Fest Gebunden
Erschienen am: 01.10.2011
Verlag: Loewe
ISBN: 9783785571309
Seitenzahl: 512
Preis: 17,95
Leseprobe: >> KLICK <<











Zitat
„Als ihm bewusst wurde, dass er den Bestatter verwirrt anstarrte, nahm Scapegrace den erstbesten Namen, der ihm aus dem Geschichtsunterricht einfiel. ‚Adolf!’ Der Bestatter sah ihn an. ‚Bitte?’ ‚Adolf O’Caroll’, ergänzte Scapegrace, wobei er sich bemühte, möglichst ruhig zu wirken. ‚Mit zwei l am Ende.’ ‚Ihr Bruder hieß Adolf?’ ‚Genau. Finden sie daran etwas verkehrt? Der Name kommt in meiner Familie häufig vor. Ich hatte einen Onkel Adolf und eine Großtante Adolf.’ ‚Eine Großtante? Sie wissen natürlich, dass Adolf traditionsgemäß ein Männername ist, ja…?’ ‚Nun. Das passt. Meine Großtante war nämlich traditionsgemäß ein Mann.’“

Inhalt
Ein weiteres Abenteuer für Walküre und den Skelettdetektiv beginnt. Gerade erst ist der Restant aus seinem Gefängnis entkommen, da macht er sich auch schon auf den Weg seine Freunde aus dem Raum im Hotel Mitternacht zu befreien. Dazu hat Walküre auch noch Probleme mit den jugendlichen Hormonen, den der Vampir, der ihr helfen soll, damit sie Skulduggery nicht in ihre Pläne einweihen muss, scheint sie wirklich sehr zu mögen und auch Walküre ist nicht abgeneigt. Und das, obwohl sie doch eigentlich schon einen Freund hat.
Nicht genug mit den Liebesproblemen, ist sie auch noch der ersehnte Erretter der Restanten, die sich von ihr großes erhoffen. Doch Walküre will nicht zu dem Monster werden, das sie in der Vision gesehen hat. Aus diesem Grund entschließt sie sich einen gefährlichen Eingriff durchführen zu lassen, ohne ihre Freunde einzuweihen, doch wer allein ist, kann auch allein sterben.

Zum Buch
Das Cover ziert wie üblich eine hübsche Darstellung des „totesten“ Detektiv der Literaturgeschichte. Durch das Strahlende Gelb und die Hände, die aus dem Nichts nach dem Skelett greifen, wirkt die Szene bedrohlich, was auch die Stimmung des Buches recht gut widerspiegelt.
Derek Landy zeichnet die persönlichen Geschichten seiner Charaktere gewohnt liebevoll weiter und baut mit dem Misstrauen Walküres vollkommen neue Aspekte in die Beziehungsgeflechte der Hauptcharaktere ein. Man erfährt mehr über Skulduggery und seine Vergangenheit, aber auch die jugendlichen Hormone von Walküre kommen dabei nicht zu kurz. Geschickt spinnt der Autor seine Fäden, um die Handlungsstränge miteinander zu verbinden.
Dabei bleibt bei Landy natürlich vor allem der Humor nicht auf der Strecke. Mit seinen lockeren Sprüchen, die er den Personen in den Mund legt, lockert er immer wieder spannende und ausweglose Situationen auf. Der Leser wird dabei vor allem Situationsbedingt mit dem dunklen Humor des Detektivs oder auch den dummen Sprüchen konfrontiert, die Scapegrace mangels Gehirn, von sich gibt. Für die nötige Spannung ist natürlich bei dem Team Skulduggery und Walküre trotzdem gesorgt, denn schließlich geht der erste Plan grundsätzlich schief.
Im Gegensatz zu den anderen Teilen gibt es auch genug um mitzufühlen und mitzufiebern. Nicht immer geht alles gut aus und gerade in diesem Teil demonstriert Landy, dass auch in seinen Büchern Abschied genommen werden muss. Zumindest macht es den Anschein.

Fazit
Insgesamt der bewegnste und spannenste Teil der bis dato. Jeder der die Reihe angefangen hat, sollte sich diesen Teil nicht entgehen lassen. Wer noch keinen Teil dieser wundervollen Fantasyreihe gelesen, sollte schleunigst damit anfangen. Diese Bücher sind ein wahres Erlebnis. 


Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥
Spannung: ♥♥♥
  Humor: ♥♥
  Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
Originalität: ♥

Emotionale Tiefe: ♥♥

Schreibstil: ♥♥
♥♥



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