Gemeinsam Lesen #13


 veranstaltet von: Weltenwanderer & Schlunzenbücher


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



"A Single Man" von Christopher Isherwood
Seite 23


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Sie schreien mit rauen Stimmen herum und springen und treten und fangen den Ball - selbstgefällig und leichtfüßig.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)
Es geht um George, einen Professor Ende 50, dessen Lebenspartner Jim gestorben ist und der sich jetzt nur noch von Tag zu Tag schleppt, weil er irgendwie den Sinn verloren hat.
Ich bin ja gerade erst am Anfang und hab noch keinen so richtigen Eindruck von dem Buch gewonnen, war aber ganz erstaunt als ich feststellte, dass es ja schon ein gutes halbes Jahrhundert alt ist! So neu wie es mir da im Katalog auf den Tisch geflattert kam (ja, ich hab's mir direkt vorgemerkt) dachte ich eigentlich es handle sich um etwas aktuellere Literatur. Aber ich bin sehr sehr gespannt.

4. Dicke Wälzer (ab 500 Seiten) - lest ihr sie gerne oder scheut ihr euch davor? Und warum?
Ich habe gerade erst einen "Wälzer" gelesen (nach der Definition, es waren ja nicht mal ganz 600 Seiten).
Früher hab ich häufiger zu ihnen gegriffen ("Die Nebel von Avalon", "Die Säulen der Erde" usw.), aber inzwischen kommen sie meistens eher ungelegen was den Blog-Alltag angeht. Gerade in stressigere oder leseärmeren Phasen brauche ich gefühlt 100 Jahre für so einen dicken Schinken - und so lange passiert dann hier eben nicht viel. Das ist ziemlich blöd, frustriert dann irgendwie auch mich selbst wenn ich in meine Statistik gucke und ja... deshalb nehm ich in letzter Zeit lieber etwas dünnere Bücher zur Hand :)


Liebe Grüße


Cover Monday #4


Eine Aktion von The emotional Life of Books


Hallo ihr lieben Leseratten. Es ist schon wieder Montag und damit Zeit für den Cover Monday :)
Diese Woche habe ich mich für ein Cover entschieden, das vor gar nicht allzu langer Zeit hier schon einmal zu sehen war.

Sarah Butler - "Alice, wie Daniel sie sah"

Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt.
Alice ist hingegen ein wahrer Freigeist und nur nach London zurückgekehrt, weil ihr vermeintlicher Vater im Sterben liegt. Plötzlich sieht sie sich mit all dem konfrontiert, vor dem sie versucht hat wegzulaufen. Ihre beendete Beziehung zu ihrem Ex-Freund Kal, den sie noch immer liebt, es aber einfach nicht ertragen kann im Schatten zu leben, weil seine Eltern nicht wissen dürfen, dass ihr indischer Sohn mit einer Frau zusammen ist. Ihr Vater, der ihr etwas sagen will und bei dem sie stets das Gefühl hatte nicht so sehr geliebt zu werden wie ihre älteren Schwestern. Das Haus, in dem sie sich nie zuhause gefühlt hat. Mit all diesen Problemen soll sie auf einmal fertig werden, als auch noch diese kleinen scheinbar zufällig zusammengestellten Geschenke auf der Mauer vor dem Haus auftauchen.


Ich mochte an dem Cover direkt die hellen Farben und auch wie der Titel eingepasst ist. Außerdem finde ich solche Schattenzeichnungen von Skylines total hübsch. In diesem Cover passt sich das für mich alles super schön zusammen. Was ich von dem Buch letztlich hielt könnt ihr HIER noch einmal nachlesen.


Liebe Grüße und einen schönen Leseabend,





BR - Janko Ferk - Der Kaiser schickt Soldaten aus




 Titel: Der Kaiser schickt Soldaten aus
 Reihe: Keine
 Autor: Janko Ferk
 Genre: Roman
 Verlag: styria premium
 ISBN: 9783222134081
 Seitenzahl: 155 Seiten
 Preis: 19,99 €







"Er nahm, wie er es gelernt hatte, mit dem rechten Auge Maß und drehte den Kopf weg. Er wollte weder dem Erzherzog noch Sophie in die Augen sehen. Jetzt drückte Gavrilo Princip nacheinander zweimal ab. Das zweite Mal in einem Überschwang. Eigentlich wollte er nur den Thronfolger töten. Bumm. Buuum. Die Schüsse hörte er wie von Weitem. Wie etwas Angenehmes."

Das Schicksal nimmt am 28. Juni 1389 Am Amsfeld im Kosovo seinen Lauf und endet am 28. Juni 1914 in Sarajevo tragisch. Zwei Schüsse lösen den Ersten Weltkrieg aus und bringen auch der österreichisch-ungarischen Monarchie das Ende.
Von der Schlacht auf dem Amsfeld wird chronologisch der Lauf der Geschichte anhand zweier bedeutender Persönlichkeiten nachgezeichnet. Franz Ferdinand, Thronfolger der österreichisch-ungarischen Monarchie, und seinem Mörder Gavrilo Princip. Die beiden treffen erst ganz zum Schluss aufeinander und lösen mit dem Zusammenstoß einen längst schwelenden Krieg aus, der Österreich in den Abgrund ziehen wird.

Das Buch war allein wegen seines Themas für mich natürlich schon interessant. Historisches zieht mich eben an und ich habe mir nach dem Titel und dem Lesen des Klappentextes einen spannenden, knappen Roman über den Thronfolger und dessen Attentäter erhofft.
Das Cover ist in erster Linie recht schlicht gehalten, spricht allerdings auch für sich und passt vor allem zum Thema des Buches. Die Uniform des Thronfolgers wird ins Weiß ausgeblendet. Sie zeigt deutlich die Spuren der Zeit, so wie auch das Ereignis in der Geschichte seine Spuren hinterlassen hat. Die Gestaltung empfand ich entsprechend als eine sehr hübsche, wenn auch schlichte Idee.
Leider wurde mir schon nach den ersten Seiten klar, dass dieser Roman nicht das halten würde, was ich mir erhofft hatte. Statt einer spannenden Geschichte fand ich etwas vollkommen anderes vor.
Die Kapitel sind tagebuchartig eingeteilt und sehr knapp. Selten sind sie länger als ein paar Seiten, was natürlich das Gefühl liefert sehr schnell im Buch vorwärts zu kommen. Leider fehlt den Seiten die Persönlichkeit. Zwar wird sehr genau auf Franz Ferdinand und Gavrilo Princip eingegangen und ihr Leben wird fast minutiös geschildert, ebenso wie alle Hintergründe, doch dabei fehlt jedwedes Gefühl.
Die Fakten sind gut recherchiert, was von einem Experten für die Geschichte der Habsburger auch zu erwarten sein dürfte, doch leider wird schnell deutlich, dass der Autor eben ein Wissenschaftler ist und auch mit diesem wissenschaftlichen Arbeiten an das Buch herangegangen ist. Ganz sicher bieten sich viele Informationen in diesem Werk, doch leider ist die Bezeichnung Roman dafür meiner Meinung nach falsch. Es kommt kein richtiges Gefühl für die Personen auf, die Geschichte kann kaum wirklich nachempfunden werden und die Worte bleiben stets distanziert. Mein Zitat am Beginn der Rezension macht dies vielleicht schon recht deutlich. Im Folgenden wird an der Stelle vollkommen sachlich beschrieben, wie dem Attentäter der Mord an den beiden Menschen Lust bereitet hat. Keine schönenden Worte oder blumigen Umschreibungen sind zu finden, sondern nur die distanzierte Beschreibung des Geschehens.
Das machte es für mich widerrum unglaublich scher das Buch flüssig und schnell zu lesen. Ich hatte mehr das Gefühl einen Lexikonbeitrga zu lesen, der chronologisch das Vorgehen und Handeln der Parteien bis zum ersten Weltkrieg aufzeigt, als wirklich einen Roman, dabei hatte ich vorher gerade in dieser tagebuchartigen Kapitelform großes Potenzial gesehen. Leider wurde ich dahingehend vollkommen enttäuscht.

Das Buch ist nicht schlecht, aber es hält einfach nicht das, was es mit dem Genre Roman verspricht. Es enthält Faktenwissen, das aufbereitet, aber nicht gefühlvoll umgesetzt wurde. Für Interessierte der Thematik mag das Buch interessant sein, doch einen spannenden Roman wird man zwischen den Seiten vergeblich suchen.

Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥
Spannung: ♥♥
Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥ 
Emotionale Tiefe: ♥
Schreibstil: ♥♥

TTT - Top Ten Thursday #10

[von Steffis Bücherbloggeria]

Schon wieder ist eine Woche rum, schon wieder steht ein neuer Donnerstag in den Startlöchern und mit ihm ein neues TTT-Thema :) 
Diese Woche geht es um folgendes:


Nenne uns 10 deiner liebsten Bücherblogs!


Das ist gar nicht mal so einfach, denn ich finde alle Blogs, denen ich folge, Klasse! Sonst würde ich ihnen ja nicht folgen, logischerweise.
Trotzdem hab ich mal versucht die 10 aufzuschreiben, auf denen ich so am meisten rumhänge und rumklicke. In unspezifischer Reihenfolge wären das:













Wie gesagt, ich finde jeden Blog toll, dem ich folge, denn andernfalls hätte ich längst den Unfollow-Button betätigt ;) 
Aber vielleicht schaut der ein oder andere mal bei meinen Favoriten vorbei, allein dafür hätte sich dieser TTT schon gelohnt!


Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag,



Zitat # 8 - Töte deinen Chef

"Aber ich beschwere mich nicht. Ich bin ein Killer. Ich habe vielen Menschen das Leben genommen. Egal, was mir widerfährt, ich habe es nicht anders verdient. Das ist keine neue moralische Erkenntnis, die mich für Normalos nachvollziehbarer macht. Scheiß auf Normalos. Normalos sind verfluchte Penner, die sich durch ihr Leben fressen, scheißen, ficken und kämpfen, als wär's der langsamste Selbstmord der Welt. Jetzt erkenne ich mich selbst zum ersten Mal."

("Töte deinen Chef" von Shane Kuhn, Seite 266)

Gemeinsam Lesen #12


 veranstaltet von: Weltenwanderer & Schlunzenbücher


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



"Das Geheimnis des Weissen Bandes" von Anthony Horowitz
Seite 99


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Das glaube ich."


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)
Sherlock Holmes at it's Best! Wirklich großartig wie er nach all den Jahren seiner Arbeit mit Watson noch immer alle zum Staunen bringt. Ich habe mich etwas gefürchtet vor dem Buch, weil ich vorher nicht so gute Erfahrungen mit Anthony Horowitz gemacht habe, aber er hat es bis jetzt wirklich sehr schön geschafft Arthur Conan Doyle zu imitieren.
Leider habe ich im Moment ein Lesetief, was absolut nicht an dem Buch liegt, sondern einfach an meiner Konzentration und meiner inneren Unruhe. Ich hoffe aber, dass ich diese Woche endlich wieder etwas vorwärts komme.

4. Gibt es eine Person in eurem aktuellen Buch, die ihr überhaupt nicht mögt? Wenn ja, warum? Und wenn ihr der Person etwas sagen könntet, was wäre das?
Bis jetzt eigentlich nicht wirklich. Ich finde den werten Herren Carstairs etwas seltsam und auch seine Frau ist irgendwie schräg und es stimmt ganz sicher etwas nicht mit ihr, aber wirklich nicht mögen? Da gibt es eigentlich keinen Charakter bisher.

Was lest ihr denn gerade und gibt es da vielleicht einen Charakter, den ihr so gar nicht leiden könnt?


Liebe Grüße



Cover Monday #3


Eine Aktion von The emotional Life of Books


Guten Morgen, ihr Lieben! :)

Schon wieder ist es Montag und ich hoffe ihr habt einen möglichst angenehmen Start in die neue Woche!
Dank der lieben Maura von "The emotional Life of Books" darf ich mich auch diese Woche wieder wild austoben, was schöne Cover angeht. Da ich derzeit in meiner Ausbildung in der Abteilung Katalog sitze, habe ich jeden Tag ziemlich viele Bücher in der Hand. Manchmal ganz obskuren Kram ("Mysthische Pfade im Schwarzwald"), aber manchmal ist auch richtig was für's Auge dabei. Und so stammt das Cover, das ich diese Woche ausgesucht habe, tatsächlich aus so einem langen Katalog-Tag. Also wieder ein Buch, das ich nicht gelesen habe, aber das mir optisch sehr sehr gut gefallen hat :)


Steven Uhly - "Königreich der Dämmerung"

Dunkle, regenreiche Nacht im Herbst 1944: Der Laut eines Schusses jagt durch die Gassen einer kleinen Stadt in Polen, abgefeuert von einer Jüdin auf einen SS-Sturmbannführer, 37 Jahre alt. Tags darauf werden 37 Menschen öffentlich hingerichtet. Willkür und Widerstand sind gleichermaßen Teil der gewaltigen Anfangszenen des Romans, der mit großer emotionaler Kraft einen Erzählbogen von den letzten Kriegsmonaten bis in die jüngste Vergangenheit spannt. Königreich der Dämmerung berichtet vom Leben einer jüdischen Flüchtlingsgruppe, von einer umgesiedelten Bauernfamilie aus der Bukowina, von den ungeheueren Lebensumständen der Entwurzelten in den Camps für »Displaced Persons« und verwebt dabei Weltpolitik und den Lebenswillen der häufig im Untergrund agierenden Menschen zu einer bislang nicht erzählten Wirklichkeit der Jahre nach 1945.


Mir gefällt einfach die Farbgebung, ebenso wie die Tatsache, dass die Person nur angedeutet ist. Auch die Schrift ist einfach sehr passend in das Cover eingefügt - für mich harmoniert einfach das Gesamtbild :)
Was meint ihr dazu?


Liebe Grüße und einen halbwegs erträglichen Montag noch,




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