Cover Monday #47 - Der Pfau

Eine Aktion von The emotional Life of Books


Diese Woche wird es ein bisschen schlichter bei mir. Es ist ein nicht so überladenes Cover, das aber trotzdem meine Aufmerksamkeit gefesselt hat: 



'Einer der Pfauen war verrückt geworden.' Dummerweise geschieht das gerade, als Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung sich mitsamt einer Psychologin und einer Köchin zum Teambuilding in die ländliche Abgeschiedenheit der schottischen Highlands zurückgezogen haben. Der verrückt gewordene Pfau, das rustikale Ambiente und ein spontaner Wintereinbruch sorgen dafür, dass das Wochenende ganz anders verläuft als geplant. So viel Natur sind die Banker nicht gewohnt.

So richtig packend wirkt der Klappentext jetzt auf mich persönlich gar nicht, obwohl der angepriesene britische Humor mich schon reizen würde. Vielleicht hab ich ja mal in der Bücherei oder so die Gelegenheit rein zu lesen. Bis dahin bewundere ich einfach das hübsch gestaltete Cover. 

Liebe Grüße



BR - James Dawson - Sag nie ihren Namen




 Titel: Sag nie ihren Namen
 Reihe: -
 Autor: James Dawson
 Genre: Horror
 Verlag: Carlsen
 ISBN: 9783551314192
 Seitenzahl: 328 Seiten
 Preis: 12,99€








"Ich weiß. Es klingt total verrückt. Aber du kennst doch diese Stelle in den Filmen, wo du einfach nur willst, dass die Helden endlich diese unmögliche Sache als möglich akzeptieren? Na ja... das eben."

Es ist Halloween und Caine, Naya und Bobbie denken sich nicht viel dabei, als sie einer Mutprobe zustimmen: bei Kerzenlicht stellen sie sich mitten in der Nacht vor einen Spiegel und sagen fünf Mal ihren Namen: Bloody Mary. Angeblich lockt dies Marys Geist, der zwischen den Welten festhängt, zurück ins Diesseits. Alles alberner Blödsinn, natürlich. Oder?
Zuerst verschwindet eine Mitschülerin, die das Ritual schon ein paar Tage vor ihnen durchgeführt hat. Dann passieren auch Bobbie, Caine und Naya immer merkwürdigere Dinge. Bloody Mary gibt es wirklich - und sie haben nur fünf Tage Zeit, sie aufzuhalten, bevor auch sie ihr zum Opfer fallen.

Jeder kennt sie, die Geschichte von Bloody Mary. Vielleicht haben einige von uns schon mal dieselbe Mutprobe gemacht wie Caine, Naya und Bobbie. Nur ist bei uns (hoffentlich) nichts weiter passiert. Doch was wäre, wenn es doch so gewesen wäre?
Es fängt eigentlich ganz harmlos an. Am Tag nach der Mutprobe haben Naya, Caine und Bobbie plötzlich synchron Nasenbluten. Was sie anfangs für einen merkwürdigen Zufall halten, steigert sich zu immer absonderlicheren Ereignissen. Bobbie sieht ein unbekanntes Mädchen, immer wieder, überall. Sie hat merkwürdige Träume, in denen sie in Marys Körper zu schlüpfen scheint und nach und nach deren Vergangenheit ergründet und erlebt. Alle drei wissen, was ihnen bevor steht, doch obwohl sie sich am liebsten verzweifelt hinsetzen und die Waffen strecken würden - was kann man einem Geist schon entgegen setzen? -, setzen sie doch alles daran, ihr Schicksal abzuwenden und Bloody Mary irgendwie aufzuhalten.
Der Schreibstil war leicht und flüssig, die ganze Geschichte ließ sich richtig schön runter lesen. Die Charaktere waren liebevoll gestaltet und auch die kleine, sich anbahnende Liebesgeschichte war hier eher die Story ergänzend, nicht sie untergrabend angesiedelt, was mir sehr gut gefallen hat. James Dawson wusste nicht nur den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, sondern auch die ein oder andere falsche Fährte zu legen. So war ich mir fast sicher die Geschichte zu Marys und Bobbies besonderer Verbindung erraten zu haben, nur um damit am Ende komplett falsch zu liegen. Wenn ein Buch mich so an der Nase herumführen und gerade zum Ende hin nochmal richtig überraschen kann, bleibt mir das immer besonders positiv im Gedächtnis. Apropos Ende, ich muss sagen das hat mir eigentlich noch besser gefallen als das ganze Buch zusammen genommen. Man glaubt auf den letzten Seiten endlich zu wissen, wie die Dinge liegen, alles hat seinen richtigen Abschluss gefunden und dann wirft der Autor einem nochmal ein kleines Stück Information zu, das schon ein bisschen Gänsehaut macht - besonders weil es wirklich in den letzten Sätzen daher kommt.

Nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür richtig spannend und mit überraschenden Wendungen hat James Dawson die uralte Legende von Bloody Mary nochmal aufbereitet. Obwohl man glaubt alles darüber zu wissen, ist ihm doch nochmal eine packende "Neuauflage" gelungen, für die es von mir vier Blümchen gibt!


Aussehen: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥♥









Zitat #20 - Pirate Cinema

Cora tätschelte mich. "Ist schon okay. In einem hast du recht: Jeder wünscht sich eine Definition von Kreativität, nach der das, was er selbst tut, etwas Besonderes ist, und das, was die anderen tun, nicht. Wir sind aber alle kreativ. Ständig lassen wir uns irgendwelche schrägen oder interessanten Sachen einfallen. Der größte Unterschied zwischen "Schaffenden" ist nicht, was sie sich alles ausdenken, sondern wie hart sie daran arbeiten. Ideen haben ist leicht. Etwas umzusetzen, das ist schwer. [...] Kreativität ist billig, harte Arbeit aber nicht. Jeder glaubt, dass seine Ideen einmalige, kostbare Schneeflöckchen sind. In Wahrheit sind Ideen wie Arschlöcher: Jeder hat eins."
("Pirate Cinema" von Cory Doctorow, (eBook-)Seite 197)

Cover Monday #46 - Der Delfin

Eine Aktion von The emotional Life of Books

Nachdem Ivy letzte Woche ja so nett für mich eingesprungen ist, dachte ich mir, suche ich diese Woche mal ein neues Cover für euch heraus. Sonst sind es ja meist eher Romane oder Jugendbücher, die wir hier zusammensuchen und präsentieren, aber in dieser Woche habe ich beim Durchstöbern der ganzen Vorschauen auf der Arbeit ein wunderschönes Bilderbuch gefunden, das ich heute ganz dringens mit euch teilen möchte:



Irgendwo im unendlich großen Meer liegt ein kleines Meer, das von Korallenfelsen umgeben ist. Dort lebt der kleine Delfin Daniel. Bis vor Kurzem spielte er am liebsten mit seinen Geschwistern und Freunden. Doch jetzt springt er ständig aus dem Wasser empor, um für einen kurzen Moment über die Felsen zu blicken. Es sieht aus, als ob er nach etwas Bestimmtem Ausschau hielte. Und das ist wirklich so: Seitdem Tante Manta sie neulich besucht hat und von den wunderbaren Wellen draußen im großen Meer erzählte, hat Daniel nur noch einen Wunsch: "Ich möchte hinaus ins große Meer zu den Wellen!"

Ich kenne die ursprüngliche Geschichte nicht, finde aber, dass das Thema sehr interessant ist und die Zeichnungen von Joelle Tourlonais sind einfach wunderschön und ansprechend. Ich finde man fühlt richtig wie sich die Sonne im Wasser des Ozeans bricht. Hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und deshalb musste ich es euch direkt zeigen, auch wenn es ein Bilderbuch für Kinder ist.

Was sagt ihr dazu? Findet ihr die Zeichnungen auch so schön oder ist es eher nicht euer Ding?

Liebe Grüße


Mottochallenge 2016 - Ivys Januar



Guten Morgen, ihr Lieben!

Der Januar ist ja schon wieder rum und ich kann sagen ich hab auch tatsächlich ein bisschen was geschafft. Gut, mit den zweistelligen Punktezahlen, die einige andere Teilnehmer eingefahren haben, kann ich natürlich nicht mithalten, aber mit insgesamt 8 Büchern im Januar, von denen 7 für die Challenge zählen, habe ich mich für meine Verhältnisse echt ganz gut geschlagen :)
Zur Erinnerung, das Motto im Januar war:


Men at Work
Alle Bücher zählen, die von einem Autorenduo oder einem Mann geschrieben wurden.


Für mich haben im Januar folgende Bücher und Hörbücher gezählt:

1. "Die Lügen des Locke Lamora" von Scott Lynch (845 Seiten)
2. "Die Frau mit dem roten Schal" von Michael Bussi (363 Seiten)
3. "Sag nie ihren Namen" von James Dawson (328 Seiten)
4. "Z - Das Spiel der Zombies" von Michael Thomas Ford (221 Seiten)
5. "Schattenjunge" von Carl-Johan Vallgren (399 Seiten)

6. "Der Mann, der kein Mörder war" (Hörbuch) von Hjorth & Rosenfeldt (425 Minuten)
7. "Noah" (Hörbuch) von Sebastian Fitzek (435 Minuten)

Ich finde das kann sich durchaus sehen lassen und hoffe sehr, dass ich ungefähr das Tempo auch für den Februar beibehalten kann :) Das Motto "Fasching" (mindestens 3 Farben auf dem Cover, ohne schwarz und weiß) ist gar nicht mal so leicht wie es klingt.


Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche,


HBR - Hjorth & Rosenfeldt - Der Mann, der kein Mörder war




 Titel: Der Mann, der kein Mörder war
 Reihe: Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann #1
 Autor: Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt
 Sprecher: Douglas Welbat
 Genre: Thriller
 Verlag: Audiobuch
 ISBN: 9783899644289
 Laufzeit: 425 Minuten
 Preis: 14,95€


In Västerås wird die grausam zugerichtete Leiche eines Jungen gefunden. Roger war Schüler eines Elite-Internats, aber nicht sonderlich beliebt. Weil die örtliche Polizei sich dem Fall nicht gewachsen sieht, bestellt sie die Reichsmordkommission unter der Leitung von Kommissar Höglund aus Stockholm ein. Durch einen schicksalhaften Zufall hält sich zur selben Zeit auch ein anderes, ehemaliges Mitglied des Teams in Västerås auf: der Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann. Nach dem Tod seiner Mutter muss er sich um ihren Nachlass kümmern. Eigentlich hat er etwas anderes im Sinn, als er Höglund bittet, ihn an den Ermittlungen zu beteiligen, doch schon bald hat ihn der Fall Roger Erickson völlig eingenommen - und so manches dunkle Geheimnis zu Tage gefördert.

Hjorth und Rosenfeldt muss man gelesen haben, habe ich immer wieder gehört. Vor einer Weile haben wir den ersten Band rund um Sebastian Bergmann sogar meinem Schwiegervater zum Geburtstag geschenkt, ich selbst bin aber immer irgendwie dran vorbei gegangen. Jetzt aber hab ich mir "Der Mann, der kein Mörder war", endlich mal zu Gemüte geführt - und bin doch insgesamt recht positiv überrascht.
Auch wenn mir vor allen Dingen eins zu Sebastian Bergmann einfällt: Anstrengend. Unerträglich. Egozentrisch. Und das sage ich als jemand, der eigentlich eine gewisse Schwäche für diese Egozentriker a lá Tony Stark hat. Für Bergmann habe ich definitiv keine bei mir gefunden. Er ist einfach bloß unsympathisch, auch wenn seine tragische Vergangenheit vieles erklären mag. Dafür bin ich mit dem Rest des Teams umso besser zurecht gekommen. Die etwas grantige und eigenwillige Gerichtsmedizinerin, der Technik-Experte, die perfektionistische Überfliegerin und natürlich last but not least Höglund selbst. Doch, die Kombination und die Team-Dynamik haben mir sehr gut gefallen, auch wenn Bergmann einen gehörigen Störfaktor in selbiger bildet. Trotz Bergmann hatte das ganze einen Ich-muss-unbedingt-wissen-was-sie-als-nächstes-entdecken-Sog. Die Ermittlungen kommen stellenweise nur sehr langsam voran und es geht sehr viel um Bergmanns Privatleben. Dennoch hat die Geschichte nie ihre Spannung verloren.
Dazu kommt, das Douglas Welbat einfach ziemlich gut gelesen hat. Seine dunkle Reibeisenstimme hat dem ganzen den nötigen Flair verliehen.

Trotz unerträglichem Protagonisten wusste mich die Geschichte um Bergmann und Höglunds Ermittler-Team durchgängig zu fesseln. Der Sprecher war großartig und hat enorm dazu beigetragen. Für den Auftakt der Bergmann-Reihe gibt es daher von mir 4 Blümchen!


Aussehen: ♥♥♥♥
 Charaktere: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥
 Sprecher/in: ♥♥♥♥♥


BR - Michael Thomas Ford - Z - Das Spiel der Zombies




 Titel: Z - Das Spiel der Zombies
 Reihe: -
 Autor: Michael Thomas Ford
 Genre: Jugendbuch
 Verlag: Baumhaus
 ISBN:  9783838708362
 Seitenzahl: 221 Seiten
 Preis: 6,49€ (eBook)








"Aber ich töte ja keine Menschen. Ich töte Fleischsäcke."
"Wie nennst du sie?", fragte seine Mutter entsetzt. Sie wurde ganz rot im Gesicht.
"So nennen wir halt die Zombies", versuchte Josh zu erklären. "Das hat nichts zu bedeuten. Außerdem..."
"Nennst du deine Tante Lucy auch so? Einen Fleischsack?", unterbrach seine Mutter ihn.
"Nein!", wehrte sich Josh. "Das ist doch was anderes. Sie war ein Mensch."
"Alle Zombies waren mal Menschen", entrüstete sich seine Mutter. "Jeder einzelne von ihnen. Vergiss das niemals!"

Josh und Firecracker haben das Glück, nach den Zombiekriegen geboren worden zu sein. Zs, wie sie die Zombies nennen, gibt es für sie nur in den super realistischen Videospielen, denen sie zusammen frönen. Doch noch Joshs Mutter hat echte Zombies erlebt und ihre ganze Familie dadurch verloren. Entsprechend vehement ist sie gegen das Lieblingsspiel ihres Sohnes.
Als Josh zu einem der im Untergrund stattfindenden "echten Spiele" eingeladen wird, kann er dem Reiz des Verbotenen und dem Adrenalinkick nicht widerstehen. Zusammen mit einigen der besten Spieler überhaupt schaltet er täuschend echte Z-Repliken in einer Art illegaler Unterhaltungsshow aus und hat dabei die Zeit seines Lebens. Es ist schließlich nur ein Spiel. Oder?

Nicht zu dick und was mit Zombies. Mit den Prämissen bin ich an "Z - Das Spiel der Zombies" heran gegangen. Ich hatte keine allzu großen Erwartungen, auch wenn mir die Idee mit den "echten" Spielen schon ziemlich interessant vorkam. Interessante Idee heißt ja leider noch nicht immer, dass sie auch gut umgesetzt wurde.
Die Geschichte konzentriert sich auf Josh, einen Teenager, der gerade weil seine Mutter es ihm verbietet immer tiefer und öfter in dem superrealistischen Zombiespiel versackt, das sogar den Geruchssinn stimuliert. Kleine Info am Rande: wir befinden uns im Jahre 2132, also weit in der Zukunft, in der es entsprechende Technologie also vielleicht geben wird. Gedruckte Comics sind eine Antiquität und heiß begehrt, denn es gibt alles nur noch in digitaler Form. Mitschriften in der Schule macht auch keiner mehr, denn die Notizblöcke haben eingebaute Voice-Recorder und man kann einfach direkt mitschneiden was der Lehrer sagt. Josh war mir eigentlich recht sympathisch, aber ein wirklich tiefgründiger Charakter war er dann auch wieder nicht. So wie übrigens keine der vorkommenden Figuren, obwohl sich durchaus so was wie geschwisterliche Kabbeleien, eine kleine Romanze und die Höhen und Tiefen einer besten Freundschaft abgespielt haben.
Was ein bisschen hölzern und eher flach begonnen hat, entwickelt dann aber doch vor allem in Richtung Ende überraschende und auch drastische Wendungen, die ich Michael Thomas Ford gerade zu Beginn des Buches überhaupt nicht zugetraut hätte. Mit lebhaft und plastisch beschriebener Action glänzt Ford hier definitiv mehr als mit tiefen Gefühlen, aber das war für diese Art von Roman auch völlig in Ordnung.

Vom Hocker gerissen hat es mich nicht, war aber an und für sich ganz gut. Für "Z - Das Spiel der Zombies" gibt es solide 3 Blümchen und eine Empfehlung für alle, die etwas actionlastiges, aber nicht zu schwer im Magen Liegendes suchen.


Aussehen: ♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥









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