BR - Robert Low - Raubzug (Die Eingeschworenen #1)








Taschenbuch
Erschienen am: 12. Dezember 2011
Verlag: Heyne
ISBN:  978-3453409057
Seitenzahl: 480
Preis; 8,99€






"Runenzeilen sind wie gewundene, reich verzierte Bänder. Sie gleichen der Weltschlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Eigentlich sind alle Geschichten verschlungene Schlangenknoten, denn nicht immer fängt das Leben mit der Geburt an und endet mit dem Tod. Auch mein eigenes Leben fängt erst mit meiner Wiederkehr von den Toten wirklich an."

Norwegen, 965: Der junge Orm wird mehr tot als lebendig neben dem Kadaver eines weißen Bären gefunden. In der Kehle des Stieres steckt ein Speer. Dass er nur mit mehr Glück als Verstand am Leben geblieben ist, interessiert niemanden. Orm, den Bärentöter, nennt man ihn fortan. Und als solcher wird er von seinem Vater Rurik, der ihn lange Jahre der Obhut einer Pflegefamilie überlassen hat, an Bord der Fjord Elk geholt. Ihre Mannschaft nennt sich die Eingeschworenen, denn sie alle haben einen brüderlichen, unbrechbaren Schwur auf Odin geleistet. Einmal ein Eingeschworener, immer ein Eingeschworener. Wider Willen muss Orm sich nun zwischen seinen rauen und hartgesottenen neuen Waffenbrüdern behaupten. Ihrem Anführer Einar genügt das übliche Plündern entlang der Küsten nicht mehr. Er hat etwas besonderes im Auge: Attilas Schatz. Doch der wäre längst geborgen, wenn es so einfach wäre, heran zu kommen. Es beginnt eine lange und gefahrvolle Reise, die nicht alle Eingeschworenen bis zum Ende überstehen werden. Es beginnt der eine, große Raubzug, an dessen Ende die größte aller Beuten steht...

Nicht nur der Titel, sondern auch das Cover verraten sofort, worum es geht: Wikinger. Diese unbezwingbaren, nordischen Krieger üben wohl auf jeden eine gewisse Faszination aus, und diese wird hier ganz geschickt dadurch verstärkt, dass man das ernste Gesicht des Mannes mit dem Helm nicht wirklich erkennen kann. Durch ihn weckt das Cover die Neugier auf die Geheimnisse, die es vielleicht birgt, ebenso wie es durch das Drachenboot auf aufgewühlter See Abenteuer verspricht. Ich war direkt geködert.
Zentrale Figur dieses Romans ist der junge Orm, der uns die ganze Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Der Leser bekommt so viel mehr mit als seine Waffenbrüder der Eingeschworenen. So zum Beispiel, dass "der Bärentöter" den Bären überhaupt nicht heldenhaft zur Strecke gebracht hat. Oder auch, dass er die Hosen ganz schön voll hat in seinem ersten Sturm auf hoher See oder seiner ersten Schlacht. Orm ist zwar der Protagonist, aber er ist nicht der makellos strahlende Held. Er hat Angst, er hat Zweifel, er ist manchmal unvernünftig - ganz wie man es von einem Fünfzehnjährigen erwarten würde, der in eine Horde raubeiniger Wikinger gerät und dessen größte Mutprobe es bis dahin war, Klippen nach Möweneiern abzuklettern. Auch die anderen Eingeschworenen werden mal mehr, mal weniger charakterisiert. Einige bleiben einem in Erinnerung, andere Namen liest man und vergisst sie gleich wieder. Es ist eben einfach unmöglich vierzig Männer gleichzeitig auf dem Schirm zu haben. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn die Zahl der Eingeschworenen variiert stark. Viele bleiben im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Robert Low versteht es, die Schlachten und die damalige Zeit realitätsnah zu schildern. Und damit meine ich nicht zwingend die historische Schilderung, denn dafür kenne ich mich mit dieser Epoche viel zu wenig aus, aber die zahlreichen Schlachten und Kämpfe fordern ihre Opfer. Die Verluste, die Orm, Einar und die anderen zu tragen haben, erscheinen einem wahrscheinlicher als dass ständig alle wie durch ein Wunder unversehrt aus der Sache heraus gehen. Auch ausgesprochen gut gefallen hat mir, dass Orm auch als Protagonist nicht aus heutiger Sicht moralisch erhaben und ohne Fehl und Tadel ist. Denn viele Autoren historischer Romane neigen sehr dazu, ihre Charaktere die Welt mit heutigen moralischen Maßstäben betrachten zu lassen. Orm dagegen frönt den heidnischen und weiß Gott manchmal regelrecht barbarischen Bräuchen der Nordmänner genauso wie seine Kameraden.
Die Handlung stagniert eigentlich zu keiner Zeit wirklich. Entwicklung folgt auf Entwicklung und führt die Eingeborenen quer über die Landkarte. Manchmal ist es ein bisschen schwierig damit Schritt zu halten und zu begreifen wieso es jetzt von hier nach dort geht, aber im großen und ganzen bleibt der Spannungsbogen damit erhalten. Man wird nicht irgendwo ausgebremst und stehen gelassen, sondern bleibt kontinuierlich im zügig voran schreitenden Geschehen. Dadurch lässt einen natürlich auch nie so richtig der Wunsch los, zu erfahren was als nächstes passiert.

"Raubzug" ist der durchaus gelungene Auftakt zu Robert Lows Saga rund um die Eingeschworenen, der trotz manchmal vielleicht zu großer Handlungsdichte zu packen und mitzureißen vermag. Wer actiongeladene, etwas rauere Geschichten mag, der ist hier auf jeden Fall gut beraten. Ich für meinen Teil war es jedenfalls und vergebe damit gute vier Blümchen.


Aussehen: ♥♥♥♥ 
Charaktere: ♥♥♥♥ 
 Spannung: ♥♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥ 
 Originalität: ♥♥♥♥♥ 
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 
 Schreibstil: ♥♥♥♥



Lesemarathon #2 - Ivys Updates #2



25.10.2014

13:30 Uhr

Guten "Morgen", ihr Lieben!

Wie abzusehen war, bin ich gestern kein Stück mehr weiter gekommen, aber das hatte ich ja auch nicht anders erwartet :) Ich hab nicht mal mehr die Zeit gefunden, die Frage von gestern Abend zu beantworten, deswegen hole ich das jetzt ganz schnell nach, bevor es neben der von heute Morgen noch weitere Fragen hagelt :D Sie sind aber auch einfach zu gut, um sie zu übergehen. Deswegen, los geht's!

Hast du eine Lieblingsfigur in deinem aktuellen Buch? Würdest du gerne ihren Platz einnehmen?

Neben dem Protagonisten Orm, der die ganze Geschichte der Eingeschworenen aus seiner Sicht erzählt und den ich ganz gern hab, ist meine Lieblingsfigur ganz eindeutig der Wikinger Finn. Er ist... ich möchte nicht sagen dumm, aber doch ein bisschen... einfach gestrickt. Das aber auf eine sehr liebenswerte Art und Weise. Ein voller Magen, ein Krug Bier und vielleicht noch eine (mehr oder minder) hübsche Frau im Arm, am besten nach einer gewonnenen Schlacht und Finn ist rundum beglückt und zufrieden. Er sorgt für einige Lacher, nicht nur unter den Eingeschworenen, sondern auch bei mir und das macht ihn mir unheimlich sympathisch.
Seinen Platz einnehmen würde ich allerdings eher ungern - bei den Kämpfen, die die Eingeschworenen auszutragen haben und bei denen er gerne mal in erster Reihe steht, würde ich mir gelinde gesagt in die Hose machen ;)

Da ich heute mit hämmernden Kopfschmerzen wach geworden bin, habe ich es auch noch nicht sehr viel weiter geschafft. Ich befinde mich jetzt auf Seite 142, da ich mit dem Brummschädel aber sowieso zu nicht viel anderem in der Lage bin werd ich jetzt fleißig weiter lesen und mich zwischendurch mal mit einem Zwischenstand melden und die weiteren Fragen von Lalapeja beantworten :)


15:10 Uhr

Es wird Zeit für die nächste Frage und ein kleines Update :D

Wer ist dein Lieblingsautor? Welches Genre bevorzugst du?

Keine ganz einfache Frage, aber wenn ich danach gehe, wer mich durchgängig am meisten und auch mit den meisten seiner Bücher begeistert hat, dann muss ich ganz klar sagen: Sebastian Fitzek, der ja überwiegend im Thriller-Genre angesiedelt ist.
Das ist aber nur eines der Genres der beiden Genres, in denen ich mich am liebsten bewege. Ungefähr gleichauf liegen in etwa historische Romane, da springe ich immer fröhlich hin und her, damit auch genug Abwechslung zwischendurch gegeben ist.
Natürlich wage ich mich zwischendurch auch an andere Genres, aber das sind dann eher die Ausreißer :)

Nachdem auch die Kopfschmerztablette nicht wirklich geholfen hat, habe ich es nur bis auf Seite 200 geschafft - was aber immerhin schon mehr ist, als in der ganzen letzten Woche zusammen genommen.


17:20 Uhr

Neben ausgiebigen Kuscheleinheiten für den Kater ist jetzt wieder eine kleine Lesepause angesagt und daher ist genügend Zeit, die nächste Frage mitzunehmen!

Hast du schon einmal fremdsprachige Bücher gelesen und wenn ja welche? Fiel es dir leicht den Text zu verstehen? Oder bist du darin vielleicht geübt fremdsprachiges zu lesen?

Ich hab sogar tatsächlich ein paar englische Bücher gelesen, darunter sämtliche Dragon Age Romane (abgesehen vom neuesten, der aber auch auf Englisch hier liegt), weil ich einfach nicht warten konnte, bis sie auf Deutsch raus waren.
Mein größter "Triumph" war es aber, Ken Folletts "Pillars of the Earth" auf Englisch zu lesen. Das waren über 1100 Seiten und ich hab auch die stolze Zeit von 3 Monaten gebraucht, um mich da durchzuwälzen, aber es war richtig gut. Und hinterher war ich natürlich ganz schön stolz, so ein dickes Buch auf Englisch geschafft zu haben :)

Was meine Eingeschworenen angeht, so bin ich mittlerweile auf Seite 260 angekommen. Es wird immer spannender. Orm hat ein richtiges Talent dafür, mit der Lösung des einen Problems direkt in das nächste hinein zu stolpern. Und noch ist überhaupt nicht absehbar, wie die Eingeschworenen überhaupt jemals das erreichen sollen, was sie eigentlich vor haben, nämlich das Runenschwert ihrem Erzfeind Starkad wieder abzunehmen.

Heute wird vermutlich nicht mehr allzu viel gelesen, dafür geht es dann aber spätestens morgen motiviert weiter :)

Lesemarathon #2 - Ivys Updates #1




Wie Meggie schon angekündigt hat, bin ich auf jeden Fall auch beim Lesemarathon der lieben Lalapeja dabei! Ich steige zwar jetzt offiziell ein bisschen später ein, hab aber eigentlich schon ein bisschen vorgelesen, da ich heute Abend nicht ganz so viel Zeit hab wie es aussieht. Also, legen wir los!

24. Oktober 2014

21:00 Uhr
Zu allererst widmen wir uns natürlich den Fragen, die die liebe Lalapeja für uns Teilnehmer bereit hält.

Welches Buch lest ihr nun? Und: Was ist euer Leseziel bis Sonntagabend?


Aktuell lese ich mit "Runenschwert" von Robert Low den zweiten Band seiner Wikinger Saga rund um die Eingeschworenen. Ich habe heute auf Seite 53 begonnen und bin mittlerweile auf Seite 113. Das ist noch nicht besonders weit, aber wir haben ja auch gerade erst angefangen quasi.
Mein Ziel für dieses Wochenende werd ich einfach mal nicht zu hoch ansetzen. Nachdem ich mich gerade erst darüber beklagt habe, dass ich nicht vorwärts komme, wird genau das einfach meine Priorität: voran kommen in der Geschichte. Ich glaube nicht, dass ich das Buch dieses Wochenende komplett durch kriege, aber es ist ein toller Anlass, weiter zu kommen :)



Ich werde diesen Post im Laufe des Abends ggf. nochmal aktualisieren, aber vermutlich geht es lesetechnisch erst morgen richtig los für mich!




Lesemarathon #2 - Meggies Updates #1






Lalapeja hat für dieses Wochenende einen Lesemarathon angesetzt und Ivy und ich haben uns gedacht, dass das doch genau das Richtige für uns wäre, wo ich wegen meiner Hand noch immer nicht viel machen kann und Ivy ja wie sie erklärt hatte, in der Woche nicht so viel Zeit zum Lesen hat. Wenn ihr auch noch mitmachen könnt, dann schaut doch mal bei Lalapeja vorbei =)

Meggies Updates
24.10.2014 - 19:00 Uhr

Etwas verspätet beantworte ich mal die erste Frage, die Lalapeja gestellt hat, nämlich: Was ich vorhabe an diesem Wochenende zu lesen. Da ich meine Geschwindigkeit für das Wochenende mal hoch ansetzen werde, nehme ich mir vor folgendes zu lesen:


Das Buch habe ich gestern angefangen und ich geistere gerade irgendwo auf Seite 200 von 528 rum. Das sollte für mich auf jeden Fall machbar sein.



Dann ist mein Leserundenbuch von Lovelybooks heute eingetroffen. Die 332 Seiten würde ich gerne direkt Anhängen, damit ich mich dazu schnell äußern kann und danach wieder Zeit für die ausgeliehenen Schätze aus der Bücherei habe :)


Und falls das dann noch nicht gereicht hat bis Sonntag um 18 Uhr, dann werde ich mich diesem Werk eines ganz wunderbaren Autors widmen und vielleicht noch anfangen.







Vielleicht hält mich dieser Marathon ja auch davon ab zu viel Zeit mit meiner kaputten Hand am PC zu verbringen.
Das Lesen geht dann bei mir jetzt schnell los und ab 20 Uhr mache ich dann aber eine Pause, um ein besonderes Event unserer Wildstar Gilde zu würdigen. Mal sehen wann es danach mit dem Lesen noch weiter geht und wie lange ich es schaffe wach zu bleiben. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

25.10.2014 - 00:30 Uhr

Leider habe ich vor dem Event nur knapp 20 Seiten neben dem Essen noch geschafft, aber das wird gleich vor dem Schlafen noch kommen.
Um Lalapejas Frage zu beantworten: In meinem aktuellen Buch, wo ich nun auf Seite 220 bin, wäre ich am liebsten Cam. Den Jungen habe ich im vorherigen Teil der Reihe schon kennengelernt. Er ist sehr vielschichtig und verspricht noch für große Spannungen zu sorgen. Außerdem gefallen mir seine Gedanken.

Das nächste Update wird es dann erst wieder morgen gegen halb Zehn geben <3 p="">
25.10.2014 - 10:00 Uhr

Etwas verspätet, weil ich erst noch das Frühstück machen musste. Davor habe ich immerhin schon 40 Seiten gelesen und bin also jetzt auf Seite 240. Auch wenn ich die Vollendet Bücher von der Geschichte wirklich toll finde, so haben sie doch hin und wieder Durststrecken, an denen ich eher langsam vorwärts komme.
Die nächste Frage, die es zu beantworten gilt, lautet: Wer ist dein Lieblingsautor und welches Genre bevorzugst du?
Also mein Lieblingsautor ist wohl Sebastian Fitzek. Es gab bis jetzt noch kein Buch das ich wirklich schlecht fand und die meisten haben mich sogar absolut gefesselt.
Bei dem Genre bin ich nicht festgelegt, aber am Liebsten lese ich momentan alles aus dem Bereich Jugendbuch Fantasy, Thriller und historische Romane. Ich lasse mich aber auch immer wieder gern auf Neues ein.

BR - Sebastian Fitzek - Noah






Gebundene Ausgabe
Erschienen am: 20. Dezember 2013
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3785724828
Seitenzahl: 560 Seiten
Preis: 19,99 €
 
 
 
 
 
 
 
 
Wie an so vieles konnte Noah sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal geweint hatte. Er blinzelte und bedankte sich noch einmal. Bei Oscar, Dem Menschen, der sein Leben nach Quersummen ausgerichtet hatte; der ein Dasein im Untergrund vorzog, aus Angst, zu viel CLEAR einzuatmen, das nach seiner Meinung von Geheimorganisationen versprüht wurde, um die Welt zu kontrollieren. Er bedankte sich bei dem Menschen, der in seiner Einsamkeit irgendwann damit begonnen hatte, Geschichten über seine Vergangenheit zu erspinnen; eine Frau und ein Studium zu erfinden. Nicht, um zu betrügen, sondern um sein Selbstwertgefühl zu steigern. Eine verwirrte, gutmütige Seele, die ihn gerettet und gesund gepflegt hatte, in der Hoffnung, einen Schicksalsgenossen gefunden zu haben, mit dem das Leben auf der Straße etwas erträglicher werden könnte [...]

Ohne das Wissen an seine Vergangenheit wacht der Mann in Berlin in einem Abgelegenen Bereich eines U-Bahn-Schachts auf. Ein Obdachloser hatte ihm nach einer Schussverletzung das Leben gerettet, in der Hoffnung vielleicht einen Gleichgesinnten zu treffen. Da der Mann keinerlei Erinnerungen an sein vorheriges Leben hat - Oscar schiebt das auf den Schock nach der Schussverletzung - nennt er ihn einfach Noah. Ein Name, der ungelenk in seine Handfläche tätowiert wurde.
In einer Nacht im U-Bahntunnel sieht Noah schließlich ein Bild und plötzlich sind da Fetzen von Erinnerungen. Er wählt die Nummer und kommt so in Kontakt zu Celine. Einer Reporterin einer New Yorker Zeitung, die gerade mit der Angst um ihr ungeborenes Kind kämpft, als sie mitten in die Ereignisse um die Suche nach Noah hineingezogen wird.
Doch noch ahnt keiner von den Dreien, dass sie auf ganz besondere Art mit der überall auf der Welt herrschenden Pandemie, der Manila-Grippe, im Zusammenhang stehen. Während die Slums und Favelas auf der ganzen Welt abgeriegelt werden und die reichen die Apotheken und Kliniken stürmen, um etwas von dem wertvollen Gegenmittel zu bekommen, beginnt für Noah und Oscar, und auch für Celine, eine gefährliche Jagd durch Europa, auf der sie von mehr als nur einem Killer verfolgt werden.

Das Cover allein hätte mich vielleicht zu Beginn nicht unbedingt angesprochen, doch der deutliche Namenszug „Fitzek“ macht natürlich einen wahren Fan direkt aufmerksam. Wenn man die Geschichte kennt, ergibt auch die Hand mit den Buchstaben besonders Sinn. Ob dann solch ein Spielkram, wie im Dunkeln leuchtende Handabdrücke sein muss, sei dahingestellt. Ich fand es recht lustig, als es mir abends im Bett aufgefallen ist.
Wie immer schafft Fitzek es spannende und mysteriöse Charaktere zu erstellen, von denen man selbst am Ende nicht sicher ist alle Geheimnisse zu kennen. Besonders bei Noah mit seiner Amnesie gelingt es dem Autor immer wieder kurze Informationen aufblitzen zu lassen, die erst am Ende des Romans das Puzzel wirklich vervollständigen. Doch auch die anderen Figuren haben eigene Eigenschaften und Gedanken, die sie interessant und vielschichtig machen. Bei Celine bleibt die Frage, ob es ihrem Baby gutgeht, bei Oscar steht beständig die Frage im Raum, was hinter all seinen Geschichten steckt und ob er vielleicht mehr als nur ein Obdachloser aus Berlin ist.
Durch die Kapitel aus wechselnder Sicht und die Sprünge von einem Ende der Welt zum Anderen, wird die Geschichte spannend gehalten. Immer wieder bekommt der Leser nur kleine Einblicke in das große Ganze, das erst am Ende vollständig offenbart wird. Es gab eigentlich keinen Bereich des Buches, an dem ich das Buch lieber weglegen wollte, weil die Geschichte langatmig oder dergleichen wurde.
Die wechselnden Sichten der Kapitel führten auch dazu, dass ich mich sehr gut in alle Charaktere hinein fühlen konnte und die Emotionen an Tiefe gewannen. Sogar in den Auftragskiller konnte ich mich einfühlen und habe mit ihm gelitten. Durch geschickte Nutzung von Worten, schafft es Fitzek zu verschleiern, wer wirklich der Böse in dieser Geschichte ist und der Leser entwickelt eventuell Sympathie für Personen, die sich am Ende als böse herausstellen.
Der Schreibstil an sich erinnert im Gegensatz zur Grundlegenden Thematik wieder deutlicher an einen typischen Fitzek. Treffend und vielleicht auch an einigen Stellen provokant deutlich formuliert der Autor die Situationen und die Dialoge seiner Figuren. Nichts wirkt aufgesetzt oder unpassend. Alles schließt sich zu einem guten Lesefluss zusammen und mit gewohnten Tricks, wie dem Cliffhanger am Ende der Szenen, schafft er es dauerhafte Spannung aufzubauen und zu erhalten.
Die Thematik des Buches erinnert mit den Verschwörungstheorien vielleicht eher an einen Dan Brown, als an Fitzeks andere Veröffentlichungen, doch trotzdem hat er das Thema auf seine eigene Art umgesetzt und bearbeitet. Damit hat er eine rundum zusammenhängende Geschichte geschaffen, in der der rote Faden vielleicht nicht immer zu erkenne, aber doch am Ende vorhanden war.

Insgesamt ein großartiges Buch, das am Ende einige Fragen über das eigene Verhalten und das der Menschheit allgemein aufwirft, dabei aber absolut keine schwere Kost darstellt. Für jeden Fitzek Fan ein Muss und auch für Freunde von Verschwörungstheorien und wilden Verfolgungen zu empfehlen.

Aussehen: ♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Originalität: ♥♥♥♥
  Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥♥♥
 

Lesen und arbeiten

Guten Morgen, ihr Lieben!


ein kurzer, schneller Post vor der Arbeit, weil mir das jetzt schon ein paar Tage auf der Seele liegt.
Und zwar komme ich derzeit mal wieder nur sehr langsam in meinen Büchern voran. Vielleicht 20 Seiten pro Tag, wenn überhaupt, was ihr ja dem deprimierend kriechenden Balken rechts unter "Ivy liest" entnehmen könnt. Nein, keine Sorge, das wird jetzt nicht schon wieder ein "Mimimi, keine Zeit" Post. Jedenfalls nicht im Ganzen ;)

Es sieht einfach so aus, dass ich keinen besonders langen Arbeitsweg habe (insgesamt betrachtet natürlich zum Glück!). Fünf Minuten mit der Straßenbahn, fünfzehn Minuten zu Fuß. Also fällt lesen auf dem Hin- und Rückweg eher flach, besonders wenn man in diesen fünf Minuten auch noch in einer Sardinenbüchse voller Schüler steht.
Die Pause geht nur eine halbe Stunde, in der ich als langsamer Esser dann meistens darum bemüht bin, innerhalb des Zeitrahmens ein wie auch immer geartetes Mittagessen in mich reinzustopfen. Wenn ich dann um halb fünf, fünf Schluss mache und nach Hause fahre, nehme ich mir manchmal vor: jetzt legst du dich ein Stündchen mit einem Buch ins Bett oder auf die Couch.
Und was passiert dann? Nach spätestens fünf Seiten werden die Augen ganz schwer und ich döse ein. Nicht sehr hilfreich, was das lesen angeht. Dabei habe ich im Augenblick sogar richtig viel Lust, in der Story von "Runenschwert" voran zu kommen. Irgendwie macht die Müdigkeit es mir nur verdammt schwer.

Aber andere kriegen ja auch beides unter einen Hut - Arbeit und lesen, ggf. sogar noch Familie und anderes.
Ich bin neugierig, wie ihr das haltet. Nehmt ihr euch extra Zeit nach der Arbeit? Habt ihr einen Arbeitsweg, bei dem es sich lohnt das Buch auszupacken? Lest ihr irgendwo zwischen Hausarbeit, die ja auch noch gemacht werden will, und Schlafengehen? Bin ich vielleicht einfach nur eine besondere Schlafmütze? ;) Oder nehmt ihr euch am Wochenende dann die Zeit in Ruhe? Lasst einfach mal hören!

Liebe Grüße,




Gemeinsam lesen #4

 veranstaltet von: Weltenwanderer & Schlunzenbücher

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



Sebastian Fitzek - Noah und ich bin auf Seite 221.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"So ein Mist, verfluchter", schimpfte Adam Altmann und starrte auf die Coladose in seiner Hand.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Auf jeden Fall anders als die anderen Fitzek Thriller, vor allem weil es ungewohnt viele Handlungsstränge gibt, die alle irgendwie verflochten werden. Trotzdem ist das Buch super spannend und wirft interessante Verschwörungstheorien auf.

4. Welches "muss ich unbedingt haben"-Buch liegt am längsten auf deinem SUB und warum hast du es noch nicht gelesen?

Tintenblut von Cornelia Funke. Als das rauskam damals musste ich es natürlich haben obwohl ich den ersten noch nicht einmal gelesen hatte. Als das dann endlich geschafft war, habe ich den zweiten dann immer vor mir hergeschoben und da liegt er nun dann auch noch :)
 
Und wie sieht es bei euch so aus? Welches Buch musstet ihr unbedingt haben ohne es dann bis jetzt gelesen zu haben?

Liebe Grüße
 
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...