BR - Kass Morgan - Die 100




 Titel: Die 100
 Reihe: Die 100 #1
 Autor: Kass Morgan
 Genre: Jugendbuch / Dystopie
 Verlag: Heyne fliegt
 Seitenzahl: 317 Seiten
 Preis: 12,99€








300 Jahre ist es her, dass die Menschheit nach einem verheerenden Atomkrieg die Erde verlassen musste. Seither leben sie auf Raumschiffen, doch das Ziel ist eigentlich eine Rückkehr auf die Erde. Wie aber soll man sicherstellen, dass die Strahlung vergangen, diese Rückkehr ungefährlich ist? Der Rat beschließt, die Exekution von 100 jugendlichen Straftätern auszusetzen und sie stattdessen auf die Erde zu schicken. Überleben sie, sind ihre Verbrechen vergeben, sterben sie, hat sie bloß das ihnen zugedachte Schicksal ereilt. Die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen haben kaum eine Wahl - und sind ebenso überwältigt von der Erde, die sie nur aus Erzählungen kennen, wie sie ihnen Furcht einflößt. Jetzt heißt es bloß noch lange genug überleben, bis die ersten Raumschiffe nachkommen, was leichter gesagt ist als getan.

Schon seit Anfang des Jahres wollte ich mich an diese hochgelobte Reihe heran wagen, jetzt habe ich es endlich geschafft. Und bin maßlos enttäuscht worden.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass die Erwartungen durch das viele Lob rechts und links vielleicht zu hoch geschraubt waren oder ob mir einfach von vorne herein hätte klar sein sollen, dass mich dieses dystopische Jugendbuch einfach gar nicht so erreichen kann wie es viele andere erreicht, weil es einfach nicht mein bevorzugtes Genre ist. Die interessante Grundidee - und die finde ich tatsächlich gut! - verkommt bei Kass Morgan leider zu einer überdramatisierten Teenie-Schnulze. Und zwar in jedem einzelnen Handlungsstrang. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht verschiedener Charaktere: Clarke, die ihre Eltern durch ein Urteil des Rats verloren hat und eigentlich mal Ärztin werden wollte, bevor auch sie zum Tode verurteilt wurde. Wells, Sohn des Kanzlers der Raumschiffkolonie, der nichts anderes will als in Clarkes Nähe zu sein. Bellamy, der bloß im Sinn hat seine kleine Schwester Olivia zu beschützen. Und zu guter letzt ist da auch noch Glass, die sich in letzter Sekunde vor dem Abenteuer Erde drücken kann. Obwohl man nach und nach in die Hintergrundgeschichte eines jeden dieser Charaktere eintaucht, haben sie sich für mich trotzdem absolut oberflächlich und zweidimensional angefühlt. Jeder - mit Ausnahme von Bellamy, weshalb er mir vermutlich auch noch am sympathischsten war - ist bloß von der einen großen Liebe umgetrieben und jeder Blick, jede Geste wird dermaßen überdramatisiert, dass ich mich zwischendurch wirklich zwingen musste weiterzulesen. Es mag durchaus sein, dass das der Gefühlswelt von Teenagern entspricht, aber irgendwie hat es für mich diese eigentlich sehr spannende Grundidee völlig in den Hintergrund gedrängt. Es ging bloß um das persönliche Drama eines jeden Pärchens und wenn es irgendetwas gab, um es NOCH dramatischer zu machen, hat Kass Morgan schamlos zugegriffen und es aufgefahren. Es war mir alles in allem too much, ich hätte mir viel mehr Auseinandersetzung mit der Geschichte gewünscht.

Natürlich möchte ich damit niemandem zu nahe treten, ich weiß, dass diese Reihe sehr viele begeisterte Anhänger hat und Geschmäcker sind ja zum Glück sehr verschieden, aber für mich bleibt nach "Die 100" bloß ein Gefühl maßloser Enttäuschung. Das Buch ist weit hinter all meinen Erwartungen zurück geblieben und bekommt, weil mir die Grundidee gefallen hat, zwei Blümchen von mir.


Aussehen: ♥♥♥
 Spannung: ♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥
 Schreibstil: ♥♥♥









Woher kommen all die Bücher?

Guten Morgen ihr Lieben :)

Nein, das ist entgegen der vielleicht ersten Erwartungen kein Neuzugangspost. Warum nicht? Na, weil ich zur Zeit eigentlich kaum Neuzugänge habe - zumindest sehr wenige, die auch dauerhaft in mein Regal einziehen.

Und wie kommt das?
Die meisten von euch haben sicher mitbekommen, dass ich in einer öffentlichen Bibliothek arbeite. Mit rund 300.000 Medien (Bücher, DVDs, Hörbücher, Musik CDs, Sprachkurse etc. pp.) gibt es da einen so unglaublichen Haufen an Zeug, den ich durchstöbern und nach Lust und Laune mitnehmen kann, dass ich langsam aber sicher neben meinem gekauften SuB (der nicht unbeträchtlich ist) auch noch einen Bibliotheks-SuB entwickelt habe.

Nur ein Teil meiner zur Zeit ausgeliehenen Medien
Insgesamt befinden sich derzeit sage und schreibe 30 (!) Medien auf meinem Bücherei-Konto und mindestens 5 Vormerkungen werden noch so nach und nach eintrudeln. Teilweise ist das natürlich der Tatsache geschuldet, dass unsere Zweigbücherei in Bochum Langendreer ein halbes Jahr schließen musste aufgrund von Sanierungsarbeiten und Leihfristen bis Dezember ausgegeben wurden (da hab ich direkt mal die Reiseführer für den Sommerurlaub ausgeliehen...).
Aber was soll ich es schön reden? Ich horte einfach gerne Bücher. Und wenn ich sie in der Leihfrist nicht schaffe? Na, dann leihe ich sie eben einfach nochmal aus! Ich bin ja sowieso jeden Tag da.
Meggie geht es ein wenig ähnlich seit sie die Buchhändlerausbildung angefangen hat - ganz ganz viele Leseexemplare wandern da mit nach Hause.

Warum erzähle ich euch das alles? Weil ich neugierig bin, wie ihr an eure Bücher kommt! Kauft ihr restlos alle? Nutzt ihr auch eure Bücherei vor Ort? Tauscht ihr viel mit Freunden und Bekannten? Oder arbeitet ihr vielleicht sogar auch in einem buchbezogenen Bereich und bezieht darüber eine Menge Lesestoff? :)

Ich wünsch euch einen wunderschönen Donnerstag, bald haben wir die Woche geschafft <3

Liebe Grüße


HBR - John Grisham - Der Gefangene




 Titel: Der Gefangene
 Reihe: -
 Autor: John Grisham
 Sprecher: Charles Brauer
 Genre: Romanbiografie
 Verlag: Random House Audio
 Laufzeit: 392 Minuten
 Preis: 19,95€


Ada, Oklahoma. Die junge Bedienung Debbie Sue Carter wird ermordet und furchtbar zugerichtet in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei versucht ihren letzten Abend zu rekonstruieren und schießt sich aufgrund vager Andeutungen auf Ron Williamson als Täter ein. Williamson, der eigentlich ein Alibi hat. Williamson, der das Opfer kaum kennt. Williamson, der nur aufgrund von ominösen Traumgeständnissen und noch ominöseren Polizeispitzeln schließlich zum Tode verurteilt wird. Es ist der Beginn eines langjährigen Kampfes um Freiheit und Unschuld, gegen einen der größten Justizskandale Oklahomas und letztlich auch dafür, den eigentlichen Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Unschuldig verurteilt zu werden ist schlimm. Unrechtmäßig zum Tode verurteilt zu werden noch schlimmer - denn die Todesstrafe schwebt die ganze Zeit wie ein Damoklesschwert über einem. Ist sie vollstreckt gibt es keine Chance mehr einen etwaigen Fehler im System zu korrigieren. Und ein Fehler im System, das sind der Prozess sowie die ganze Ermittlungsarbeit gegen Ron Williamson von Anfang an. Detectives, die Zeugen beeinflussen, bestechen und sie mit "Ich habe geträumt, dass..."-Geständnissen festnageln. Eine Staatsanwaltschaft, der es nur darum geht einen Fall zu gewinnen und Recht zu haben, nicht den wahren Mörder zu finden. Und mittendrin Ron Williamson, ein gescheiterter Profisportler, der auch ohne diese ganze Maschinerie der Ungerechtigkeit wenig Glück im Leben hatte.
Grisham erzählt die Geschichte des Falls Debbie Carter, vom Auffinden der Leiche bis zur Verurteilung des wahren Mörders. Es handelt sich hierbei tatsächlich um einen wahren Fall, der sich in Oklahoma zugetragen hat. Grisham hat nicht einmal die Namen der Beteiligten verändert. Es ist also keine bloße Geschichte, sondern eine Art Biografie. Grisham geht nämlich stark auf Ron Williamsons Vorgeschichte, sein ganzes Leben ein, berichtet aber auch haarklein von den Vorgängen der Ermittlungen und des Prozesses, oft basierend auf Vehör- oder Prozessprotokollen. Und was er dabei zu Tage fördert, mögen auch der ein oder andere Dialog oder Gedankengang ein wenig ausgeschmückt sein, hat mir wirklich die Haare zu Berge stehen lassen. Nicht nur das völlige Vernageltsein der Staatsanwaltschaft und der Ermittler, sondern auch die Entscheidung der Geschworenen einen offensichtlich unzurechnungsfähigen Mann aufgrund von Indizien zum Tode zu verurteilen. Irgendetwas läuft doch falsch in diesem System. Was ist mit dem Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten"? Müsste er nicht bei drohender Todesstrafe besonders gelten? Keine Spur. Gut 6 1/2 Stunden lang habe ich Charles Brauer, der das ganze hervorragend rüber bringt und trotz der Protokoll-Natur vieler Dialoge Leben in die Geschichte bringt, dabei zugehört, wie er davon erzählt hat wie Leben eines gescheiterten Mannes in seine Einzelteile zerlegt und von Grund auf zerstört wurde. Sachen, wie sie in diesem Fall passiert und abgelaufen sind, kann sich beim Besten Willen niemand ausdenken.

"Der Gefangene" war kein Roman, der einen durch seine Spannung in den Bann zieht. Und trotzdem konnte ich nicht aufhören weiterzuhören. Auf wikipedia war nachzulesen wie die ganze Sache für Ron Williamson ausgegangen ist, aber Grisham hat die Geschichte so gut aufbereitet, dass ich es von ihm hören wollte. Sebastian Fitzek sagte einmal auf einer Lesung, dass die Geschichten, die das Leben schreibt, teilweise so skurril und abstrus sind, dass kein Leser sie einem Autor abkaufen würde. Ron Williamsons Fall ist genau so eine Geschichte.


Aussehen: ♥♥♥♥
 Charaktere: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥
 Sprecher/in: ♥♥♥♥♥




Gemeinsam Lesen #65 - Küstenmorde

 veranstaltet von: Schlunzenbücher

Guten Abend liebe Lesefreunde :)

Heute melde ich mich erst sehr spät. Ich musste erstmal etwas die Füße hochlegen und entspannen nach der Arbeit. Da wurde schon wieder kräftig geräumt.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?




"Küstenmorde" von Nina Ohlandt
Seite 33



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Der Tote am Quermarkenfeuer erinnerte Benthien an ein frühes Erlebnis aus seiner Kindheit.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)
Deutsche Autoren in diesem Monat. Oha dachte ich da, doch scheinbar wollte man mich da sehr direkt auf eine ganz bestimmte Autorin stoßen. Eine Kollegin sagte mir schon vor ein paar Wochen, dass ich unbedingt mal etwas von dieser Autorin lesen müsse. Da kam das Motto und die Tatsache, dass das Ebook an dem folgenden Wochenende kostenlos zu erhalten war zusammen und war wohl ein eindeutiges Zeichen.

Ich habe Benthien noch nicht sehr ausführlich kennengelernt, doch obwohl auch ihm die Klischee-Ermittler-Story anhaftet (von der Frau verlassen usw.) ist er einfach cool. Vor allem in Kombination mit einem Vater, der auf seine alten Tage ein wahrer Frauenheld geworden ist, der allerdings nicht wirklich auf eine Beziehung aus ist. Bisher fühle ich mich sehr gut unterhalten, auch wenn ich noch nicht den geringsten Durchblick habe was eigentlich die Straftat in diesem Buch mal werden soll.

4. Ist der aktuelle Ort deines Buches ein Schauplatz an dem du mal Urlaub machen möchtest?
An der nordischen Küste habe ich ja sogar schon mehrfach Urlaub gemacht in meiner Kindheit. Flensburg kenne ich zum Beispiel schon. Auf Amrum oder Sylt war ich noch nie, aber wenn es sich mal ergeben sollte, dann kann ich mir einen netten Sommerurlaub da durchaus vorstellen, vor allem mit der passenden Lektüre im Gepäck. Zum Glück sind die ganzen Morde in den netten Küsten-Krimis ja auch sehr überpropotional.

Möchtet ihr mal Urlaub an der Küste machen oder habt das sogar schon? Und in welcher Welt spielt euer Buch gerade?

Liebe Grüße







Cover Monday #59 - Treasure Island

Eine Aktion von The emotional Life of Books


Guten Morgen ihr Lieben!

Einige von euch erinnern sich sicher noch daran wie ich vor ein paar Wochen die Schatzinsel gelesen und mich ein bisschen darüber lustig gemacht habe, dass ich vermutlich die am wenigsten dekorative überhaupt existierende Ausgabe gelesen habe. Also dachte ich mir diese Woche: Schau dir doch einfach mal an wie viel hübscher es hätte sein können und such dir eine der sage und schreibe 1907 (!) anderen Editionen aus, die Goodreads zu verzeichnen hat.
Natürlich habe ich nicht alle 1907 durchgewälzt (vielleicht mach ich damit in 1, 2 Wochen weiter und präsentiere euch jetzt jede Woche eine andere Schatzinsel Ausgabe ;) ), aber diese Woche hab ich mich für diese portugiesische Fassung entschieden:




Wenn man davon absieht, dass ich den Verlagsnamen (?) unten rechts etwas ungünstig und unstimmig zum Rest des Covers platziert finde, gefällt mir dieses Cover ausgesprochen gut! Schwarz und rot sind, da sind wir uns vermutlich einig, eine sehr piratige Farbenkombination. Dazu der Schatten des Piraten unten in der Mitte, die Palmen... was mich etwas irritiert ist die Frau, denn bis auf Jim Hawkins Mutter gibt es eigentlich keine weiblichen Figuren in der Geschichte, was ja aber nichts daran ändert, dass sie hübsch ins Gesamtbild passt.

Wer auf den Rezensionslink klickt kann ja mal mit meiner gelesenen Ausgabe vergleichen - da liegen ja Welten zwischen!
Wie gefällt euch die portugiesische Schatzinsel? :)

Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche








Zitat #30 - Die Känguru-Chroniken (2)

"Oder anders ausgedrückt: Nur in einem patriotisch aufgeheizten Treibhaus kann Rassismus gedeihen. Deshalb muss ein wirklicher Antifaschismus dieses Treibhaus zerschlagen."
"Ach. Ihr habt wohl immer noch so ein gestörtes Verhältnis zur Geschichte", sagt unser Patient.
"Au contraire!", ruft das Känguru. "'Sechzig Millionen Tote. Na ja. Schwamm drüber' - das nenne ich ein gestörtes Geschichtsverhältnis."
("Die Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling, Seite 205)

BR - Andreas Kammler - Piraten!




 Titel: Piraten!
 Reihe: -
 Autor: Andreas Kammler
 Genre: Sachbuch
 Verlag: marebuch
 ISBN: 978-3596178131
 Seitenzahl: 239 Seiten
 Preis: 8,95€








"Das Handbuch der unbekannten Fakten und schönsten Anekdoten" - so lautet der Untertitel des Buches, der mich nach dem doch ziemlich allgemein gehaltenen Haupttitel geködert hat. Wir wussten ja alle, dass ich nach dem Schatzinsel/Black Sails Flash auf jeden Fall noch mehr über Piraten lesen wollte und musste. Da ich mit Romanen etwas unsicher war, dachte ich: hey, wieso eigentlich nicht mal ein paar harte Fakten?
Und die haben sich als gleichermaßen unterhaltsam wie überraschend und manchmal richtig schaurig herausgestellt. Jeder von uns kennt die Piratenklischees, die Kindergeschichten und Filme kultivieren. Augenklappe, Holzbein, Papagei, entweder raue Seebären oder romantische Rebellen. Piraten gibt es schon seit der Antike, aber was von den Hollywood-Klischees ist eigentlich historisch belegbar?

Andreas Kammler hat sich auf Spurensuche begeben und Zeitzeugenberichte ebenso untersucht wie historische Quellen und Fundstücke. Dabei sind mitunter kuriose Dinge zu Tage getreten. Zum Beispiel standen Wildschweine auf der Pirateninsel Tortuga unter Artenschutz und es war verboten sie mit Hunden zu jagen. Warum? Wenn die Spanier oder Engländer die Insel angegriffen hätten, war der Plan sich ins Inselinnere zurückzuziehen und dort die Stellung zu halten. Dafür brauchte man die Wildschweine als potenzielle Beute. Ein anderes meiner Highlights war definitiv der Piratencaptain, der Quittungen für das Lösegeld ausgestellt hat, das er für die Auslösung von Geiseln erhalten hat. Aber Kammler erklärt auch den Unterschied zwischen Kaperkapitänen ("legaler" Piraterie) und Piraten und wie schnell die Grenzen dazwischen damals verschwammen, nicht zuletzt weil die politischen Kriegs- oder Friedenserklärungen die Männer auf See oft erst spät erreichten. Segelmanöver werden für Laien erklärt, ebenso verschiedene Schiffstypen. Ein Kapitel ist den schauerlichen Gräueltaten gewidmet, ein anderes der Rezeption des Mythos Piraten in Film und Literatur, wieder ein anderes historischen Begebenheiten und Erklärungen wie etwa "Was ist eigentlich eine Achtrealesmünze?"
Kammler hat meiner Meinung nach genau den richtigen Grad zwischen historischen und erläuternden Fakten und unterhaltsamen und überraschenden Anekdoten gefunden. Er gibt bisher ungekannte Einblicke in das Freibeuterleben der Antike, des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und sogar heutzutage, räumt mit Klischees auf oder weiß sie fundiert zu bestätigen.

Für alle, die auch über Fluch der Karibik hinaus an Piraten interessiert und neugierig sind, wie sich das Leben berühmter Männer (und Frauen) wie Bartholomew Roberts, Calico Jack Rackham oder Anne Bonny zugetragen hat, für den ist Kammlers Sammelsurium der Fakten und Anekdoten ein unbedingtes Muss.


Aussehen: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: -
 Schreibstil: ♥♥♥♥








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