TTT -Top Ten Thursday #3



Es ist mal wieder so weit, der TTT steht vor der Tür. Und diese Woche ist es ein gar nicht mal so einfaches Thema:


10 Bücher, auf deren Cover ein Tier abgebildet ist.


Klar gibt es sicher viele, die dieses Kriterium erfüllen. Aber ich wollte mich nach Möglichkeit an Büchern orientieren, die ich auch selber gelesen habe oder die zumindest auf meinem SuB liegen. Und da fiel mir auf: Da waren gar nicht mal so viele Tiere dabei... trotzdem, hier sind meine 10 Kandidaten (etwas verspätet, zugegeben, aber besser spät als nie)!


1. "Die unheimliche Bibliothek" von Haruki Murakami



2. "Les Misérables - Die Elenden" von Victor Hugo


3. "Die Nevel von Avalon" von Marion Zimmer Bradley


4. "Trauma" von Dean Koontz



5. "Die Mittwochs Briefe" von Jason F. Wright



6. "Aus der Dunkelkammer des Bösen" von Mark Benecke



7. "Grabesgrün" von Tana French



8. "Im Herzen rein" von Andrea Vanoni



9. "Arkadien erwacht" von Kai Meyer



10. "Wächter der Nacht" von Sergej Lukianenko


Uff, das war wirklich gar nicht so einfach wie es klang. Aber: Aufgabe bewältigt!
Kennt ihr vielleicht einige der Bücher, die ich da mühsam aus meiner lovelybooks Bibliothek zusammengeklaubt habe? Wie seid ihr mit der dieswöchigen Aufgabe zurecht gekommen?

Liebe Grüße,






BR - Eve de Castro - Das Schloss der verlorenen Träume






Taschenbuch
Erschienen am: 15. April 2014
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN:  978-3404169795
Seitenzahl: 544
Preis: 9,99€








"Lange habe ich geglaubt, die Zukunft gehöre denen, die alles riskieren und sich über alle Regeln hinwegsetzen. Heute bin ich der Meinung, dass man mehr dabei gewinnt, das Spiel der anderen mitzuspielen. Zumindest so zu tun als ob. Und das mache ich."
"Ohne zu mogeln?"
Sie lächelt. "Jeder von uns mogelt auf die eine oder andere Weise. Das gehört doch schließlich zum Spiel, oder?"

Ange Lacarpe verlässt seinen Schützling Charles, den jungen Comte de Cholay, nach dem Tod seines Vaters. Er versucht ihm in einem langen Brief zu erklären, warum. Dabei erzählt er ihm die Geschichte zweier ganz besonderer Menschen:
Batiste Le Jongleur, hoch begabter Dieb und Taugenichts, hat einen Plan, der seine Familie samt Mutter, Bruder und Schwester aus der elenden Armut helfen soll: Versailles. Dort werden hunderte und aberhunderte Arbeiter gesucht, gelernt und ungelernt, um die hochtrabenden und perfektionistischen Ambitionen des Sonnenkönigs umzusetzen, sich den prachtvollsten und beneidenswertesten Palast in ganz Europa zu schaffen. Doch während Batiste sich mit Witz und Charme in der Hackordnung immer weiter nach oben arbeitet, scheint diese überdimensionale Baustelle nichts als Unglück für seine Familie bereit zu halten.
Nine la Vienne, Tochter eines Baders, wäre lieber als Mann zur Welt gekommen, denn das würde ihr die Studien der Chemie und Medizin erlauben, für die sie sich so interessiert. Da sie aber nun einmal wie jeder mit den Karten spielen muss, die das Schicksal ihr zugeteilt hat, setzt sie diese raffiniert ein und macht sich beim Bruder des Königs, dem extravaganten Philippe, unentbehrlich. Als ihr Weg Batistes kreuzt könnten sie unterschiedlicher nicht sein - und doch entsteht ein zartes Band, das alles andere als romantisch beginnt, jedoch über Jahre hinweg Bestand hat. Aber niemand, der den Zorn eines Königs auf sich gezogen hat, hat es leicht...

Dieses Buch ist das erste Opfer meiner neuen Ausbildung. Bereits in den ersten Tagen habe ich natürlich Bücher in Folie eingeschlagen und hin und wieder, wenn es hübsch aussieht, liest man auch mal den Klappentext dazu.
Versailles! Der Sonnenkönig!
Ich war hellauf begeistert, dass es einen neuen Roman zu dieser Zeit und seiner Persönlichkeit gibt. Anfangs dachte ich, dass Louis XIV. einfach nur eine über allem schwebende Randfigur sein würde, beschäftigt sich die Handlung doch eigentlich mit Batiste, Nine, Ange Lacarpe und dem Leben des jungen Charles de Cholay. Aber weit gefehlt! Nine und Batiste sind zwar klar die Hauptfiguren, allerdings gewährt Eve de Castro in ihrem Roman sehr weitläufige Einblicke in die Zeit. Beispielsweise in den Verlauf der sogenannten "Fronde" in Louis Kindheit, die ihn zwangen aus dem Palast zu fliehen und sich in Scheunen zu verstecken. Diese mal kleineren, mal größeren geschichtlichen Exkurse haben nicht viel mit Nine und Batiste zu tun, und ich habe bereits einige Stimmen gehört, die das sehr gestört hat. Ich dagegen habe sie sehr genossen! Eve de Castro zeichnet ein Bild des Sonnenkönigs, das dessen Werdegang heraus kristallisiert. Das ihn menschlich, wenn auch nicht unbedingt liebenswert macht. Das einfach deutlich macht, weshalb er der Monarch geworden ist, der er schlussendlich war.
Denn das sind die Bedingungen, unter denen Nine und Batiste sich durch's Leben schlagen müssen. Der eine auf der Baustelle, die andere hautnah im Königspalast. Und es ist weiß Gott für keinen von beiden einfach gewesen.
Obwohl es in meiner Zusammenfassung oben vielleicht etwas anklingt - Junge trifft Mädchen, beide verlieben sich unsterblich, happily ever after - war das zarte Band zwischen Nine und Batiste das genaue Gegenteil. Keine nervige Liebesgeschichte, die alle Klischees und Erwartungen erfüllt. Denn keiner der beiden verliert sich selbst dadurch. Und interessante, eigenständige Persönlichkeiten, das sind sie von Anfang an beide und davon lebt das Buch. Ich habe beide sehr ins Herz geschlossen und auch das ist bei mir keine Selbstverständlichkeit. Ich tue mich gerade mit weiblichen Protagonisten in historischen Romanen ziemlich schwer, aber bei Nine hat Eve de Castro immer den schmalen Grad zwischen Unabhängigkeit und Eigenständigkeit auf der einen und Unglaubwürdigkeit auf der anderen Seite gefunden. Dazu kommt ein Ende, das ich glaubte voraussehen zu können, und das mich dann doch nochmal zu überraschen wusste.

Mit genau der richtigen Mischung aus Gefühl und historischen Einflüssen hat Eve de Castro mich mit ihrer Geschichte um Nine und Batiste total verzaubert. So sehr sogar, dass das Buch zu meinem neuen Liebling avanciert ist - damit verdient es ganz klare fünf Sterne!


Aussehen: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥ 
 Spannung: ♥♥♥♥ 
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥ 
 Originalität: ♥♥♥♥♥ 
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥♥ 
 Schreibstil: ♥♥♥♥♥



Gemeinsam Lesen #3

 veranstaltet von: Weltenwanderer & Schlunzenbücher

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



Jay Asher und Carolyn Mackler - Wir beide irgendwann und ich bin auf Seite 88.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Bevor ich Emmas Zimmer betrete, atme ich tief durch, um mich zu beruhigen, aber meine Finger krampfen sich umeinander."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Leider muss ich wohl den vielen Stimmen Recht geben, die schon im Voraus meinten, dass das Buch gar nicht so toll wäre. Bis jetzt ist die Geschichte und auch der Schreibstil eher mittelmäßig und es hat mich noch nicht mitgerissen. Leider dümpelt die Geschichte vor sich hin und in die Protagonsiten kann ich mich auch eher schlecht als Recht hineinversetzen.

4. Liest du Reihen lieber am Stück oder hast du gerne noch andere Bücher zwischen den einzelnen Bänden?

Das kommt ganz auf die Reihe an. Wenn die Bücher wirklich richtig gut sind, so wie ich es damals mit allem empfand, was ich von Kai Meyer in die Hände bekommen habe, dann lese ich sie lieber schnell weg, wobei das natürlich dann auch schade ist, wenn es vorbei ist. Sonst schiebe ich aber lieber etwas anderes dazwischen. Bei Cassia und Ky mache ich das im Moment auch so und schiebe den letzten Band vor mir her.
Dann spielt natürlich auch die Länge der Reihe eine Rolle. Ich kann einfach nicht alle Bände von Das Lied von Eis und Feuer hintereinander weglesen. Dazwischen brauche ich einfach auch mal wieder was, wo mich nicht alles deprimiert was passiert und mich die hälfte der Personen nervt. Deshalb ziehen sich da die letzten Bände nun auch schon eine ganze Weile hin.
Mein Regal ist einfach zu voll mit noch so viel mehr tollen Büchern, als nur den Reihen. Ich versuche aber im Moment zumindest mal welche abzuarbeiten, ehe ich wieder neue anfange xD

Und wie sieht es bei euch so aus? Wie sieht es denn bei euch mit dem Leseverhalten bei Reihen aus?

Liebe Grüße
 

BR - Brodi Ashton - Ewiglich die Hoffnung







Gebundene Ausgabe
Erschienen am: 01. Dezember 2012
Verlag: Oetinger
ISBN:  978-3841502759
Seitenzahl: 384
Preis: 17,95 €







Sein Gesicht wurde sanft. "Meins hat dir schon immer gehört." Er schwang ein Bein aus dem Fenster. "Ich habe dir vertraut.", sagte ich, und meine Stimme zitterte vor Wut und Erschöpfung. "Ich weiß", sagte Cole schlicht. Er sprang nach draußen und streckte noch einmal kurz den Kopf durchs Fenster. "Und jetzt habe ich eine ganze Ewigkeit Zeit, mir deine Vergebung zu verdienen." 


Jack ist gefangen in den Tunneln und ist nur noch am Leben, weil Nikki ihn in ihren Träumen am Leben erhält, doch seine Erinnerungen schwinden und damit auch die Zeit, die ihr noch bleibt, um ihn zu retten. Immerhin ist er nur ihretwegen in die Tunnel gegangen. Eigentlich sollte sie an seiner Stelle sein. Egal um welchen Preis. Sie muss ins Ewigseits und Jack retten, bevor es zu spät ist. Wild entschlossen versucht sie Cole davon zu überzeugen ihr zu helfen, doch anscheinend ist ihr Einfluss auf den Ewiglichen längst nicht mehr so groß wie er einmal war. Mit einem fiesen Bluff bringen sie ihn dann doch dazu ihr zu helfen und sie ins Ewigseits zu begleiten. Aber der Weg zu den Tunneln wird nicht leicht zu finden sein. Niemand weiß wo die Tunnel versteckt sind und als die Truppe erkennt, welchen Weg sie einschlagen müssen, stellt er sich als weit gefährlicher Heraus, als zuerst gedacht und er wird ihnen alles abverlangen, was sie zu geben haben und vielleicht noch mehr.

Das Cover gefällt mir immer noch gut. Vielleicht sogar noch ein kleines Bisschen besser, als beim Vorgänger. Der dunklere Blauton passt für mich einfach noch besser ins Gesamtbild. So bildet der Band auf jeden Fall rein gestalterisch eine schöne Abstufung zum ersten Band und trotzdem kann man sofort erkennen, dass es sich um einen weiteren Teil der Ewiglich-Reihe handelt.
Wieder sind die Charaktere wundervoll ausgestaltet und bieten viel Raum in sie hineinzugleiten und ihre Empfindungen zu teilen. Durch die Erzählungen aus der Vergangenheit, die immer wieder eingebaut sind, erfährt der Leser einiges aus Nikkis und Jacks Vergangenheit, das wichtig ist für die Beziehung der beiden. So kann man die Gefühle viel besser verstehen und nachempfinden. Die Charakterentwicklung wird in einigen Bereichen schnell vorangetrieben und zum Ende hin wird erst ersichtlich, was welcher Charakter mit seinen Plänen für ein Ziel verfolgte.
Das hält in diesem Band auch die Spannung am Leben. Ich muss sagen, dass mir die Geschichte zwischenzeitlich fast ein wenig zu schnell vorkam, doch am Ende hat der Twist der Geschichte noch einmal alles auf den Kopf geworfen und mich die ganzen Handlungen vorher hinterfragen lassen. Das war ein wirklich geschickter Trick, der für mich vorher auch nicht absehbar war und der Geschichte ein wirklich großartiges Ende verpasst hat. So möchte man auf jeden Fall den letzten Teil der Trilogie auch noch lesen, um zu erfahren, was passieren wird.
Der zweite Band setzt sich sehr passend an den ersten und sofort ist man wieder in der Handlung drin und kann der Geschichte folgen, die schlüssig und stringent verfolgt wird. Der rote Faden ist zu erkennen und wenngleich damit wohl auch das Ziel des Buches abzusehen ist, wird das Ende doch noch einmal vollkommen auf den Kopf gestellt. 
Auch wenn die Liebesgeschichte von der Dramatik fast ungeahnte Ausmaße annimmt, finde ich die Erzählung und die Verflechtung mit der Mythologie auch noch immer originell. Die emotionale Tiefe des ersten Bandes wird gerade durch Nikkis Verzweiflung noch zusätzlich verstärkt. Ihre Schuldgefühle kommen gut heraus und auch ihre Angst um Jack. Die ganzen Geschichten aus ihrer Vergangenheit runden den Handlungsbogen ab und liefern noch mehr Emotionen, die deutlich machen, wieso sie Jack um jeden Preis retten muss. Alles das, ist am Ende allerdings wiederum nichts wert und es ist faszinierend, wie sehr ich mit Nikkis Glück beschäftigt war und so die wirklich hinterhältigen anderen Vorgänge gar nicht bemerkt habe.
Der Schreibstil hat sich nicht auffällig verändert und gefällt mir immer noch sehr gut. Die Sprache ist nicht zu umgangssprachlich, aber auch nicht zu hochgestochen, wobei die Emotionen sehr schön ausgedrückt und verbildlicht werden. Es passt zur Geschichte. Die Kapitel enden meist so, dass man das Buch nicht wieder aus der Hand legen möchte und sorgen so für guten Lesefluss, der das Buch auch recht leicht und schnell lesbar macht.

Insgesamt eine sehr schöne Fortsetzung des ersten Bandes, die einige Überraschungen bereit hält, die ich so zu keinem Zeitpunkt erwartet hätte. Wirklich zu empfehlen.

Aussehen: ♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥ 
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥ 
 Originalität: ♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥


Lesemarathon #1

Guten Morgen ihr lieben Leseratten.

An diesem Wochenende werde ich an einem Lesemarathon teilnehmen. Da meine Hand dem Schreiben der BA-Arbeit zum Opfer gefallen ist, kann ich nicht wirklich viel tun und habe mir gedachte ich arbeite meine Leselist direkt mal weiter ab.
Gestartet wurde das ganze von Real Booklover.


Dies ist mein erster Lesemarathon. Da die Hand auch hinüber ist, weiß ich nicht wie viel ich von meinem Fortschritt hier tatsächlich mitteilen kann, aber ich werde versuchen den Post zu aktualisieren.

Aktueller Stand: 
03.10.2014 - 09:50 Uhr
Seite 161 in Obsidian von Jennifer L. Armentrout
Langsam frage ich mich wirklich was es mit den seltsamen Zwillingen/Drillingen auf sich hat und was der komische Typ von Katy wollte.

03.10.2014 - 13:20 Uhr
Seite 263 in Obsidian von jennifer L. Armentrout
Es wird wirklich immer merkwürdiger, obwohl immerhin ein Teil meiner Fragen inzwischen beantwortet wurde. Das Buch fesselt mich auf jeden Fall ziemlich. Bis jetzt nur zu empfehlen.
Jetzt muss ich aber erst mal das Mittagessen kochen und die Küche etwas wieder auf Vordermann bringen :)

03.10.2014 - 17:40 Uhr
Obsidian ist durch und jetzt fahren meine Gefühle gerade erstmal Achterbahn. Ich will den nächsten Teil haben!!!!
Jetzt wird aber erst einmal Pause gemacht, weil ich eine Runde spielen werde, danach geht es dann weiter und in den neuen Tag mit: Sleep von Lisa McMann

04.10.2014 - 09:18 Uhr
Da hatte ich nach dem Aufstehen schon wieder genug Zeit zum Lesen und habe mich durch Sleep gequält. Irgendwie frage ich mich, was ich da an dem ersten Band mochte. Mit dem Schreibstil komme ich auf jeden Fall gar nicht mehr klar. Nach dem Frühstück wage ich mich dann an "Wir beide, irgendwann" von Jay Asher.

04.10.2014 - 21:25 Uhr
Heute hab ich noch nicht so viel geschafft. Nur 60 Seiten in "Wir beide, irgendwann". Bis jetzt ist es noch etwas schleppend, aber ich bin weiterhin sehr gespannt. Jetzt wird erstmal Under the Dome geschaut, aber danach lese ich sicher noch weiter.

Gelesene Seiten:
598 Seiten

Gelesene Bücher:
Jennifer L Armentrout - Obsidian - Schattendunkel
Lisa McMann - Sleep - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast



TTT - Top Ten Thursday #2



Guten Morgen ihr Lieben. Schon wieder ein Donnerstag und damit bin ich diese Woche dran euch meine Top Ten der Woche vorzustellen. Ich freue mich auch schon richtig darauf, was ihr zu dem Thema zu sagen habt, das diese Woche heißt:

10 Bücher,die du als nächstes lesen möchtest.

Gleich zu Beginn kann ich verkünden, dass ich die örtliche Stadtbücherei geplündert habe. Restlos alle Bücher, die ihr hier finden werdet sind von dort ausgeliehen. Ein Teil, weil ich sie schon eine Weile lesen wollte und ein paar auch, weil ich endlich mal ein paar Reihen beenden oder fortsetzen wollte.

1. "Sleep" von Lisa McMann
Nackt durch die Stadt gehen? Aus einem Hochhaus stürzen? Den sexy Mitschüler küssen? All das hat die 17-jährige Janie schon erlebt. Und zwar in den Träumen anderer Leute, in die sie hineingezogen wird. Janie ist Traumfängerin. Dabei wäre sie am liebsten ein ganz normaler Teenager und würde gerne viel mehr Zeit mit ihrem Freund Carl verbringen. Doch dann erhält sie die Nachricht, dass ihr Vater im Koma liegt. Ihr Vater, den sie noch nie gesehen hat! Als sie ihn im Krankenhaus besucht, wird sie in seine wirren Komaträume gerissen und kann sich nur mit viel Mühe daraus befreien. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen, um mehr über diesen fremden Mann zu erfahren. Bald stellt sich heraus, dass auch er ein Traumfänger ist! Kann er Janie helfen, dem Fluch zu entkommen, der auf den Traumfängern lastet?

Das erste Buch der Reihe fand ich super. Spannend und innovativ. Mal etwas anderes neben den ganzen Jugendbuch Dystopien, die irgendwie immer den gleichen Plot verfolgen. Beim zweiten war ich dann schon nicht mehr ganz so angetan, doch ich habe mir vorgenommen die Reihe zu beenden und da das Buch auch insgesamt nicht so viele Seiten hat, werde ich es sicher schnell durchlesen können.

2.  "Das Rachespiel" von Arno Strobel
Frank Geissler glaubt an einen Scherz, als er die Website aufruft: Ein Mann, nackt, am Boden festgekettet, in Todesangst. Daneben ein Käfig voller Ratten, unruhig, ausgehungert. Frank kann den Mann retten, heißt es. Aber nur wenn er Teil des »Spiels« wird und seine erste Aufgabe erfüllt. Angewidert schließt er die Website, doch kurz darauf ist der Mann tot. Und Frank beginnt zu zweifeln. Hätte er dem Unbekannten helfen können? Hätte er nicht sofort die Polizei informieren müssen? Aber es ist zu spät. Und nicht nur für den Toten. Auch Frank ist schon mittendrin. Mittendrin in einem Spiel, in dem er einer der Vier ist, einer der vier Kandidaten, für die es um alles geht. Um ihr eigenes Leben. Aber auch um das Leben aller, die ihnen etwas bedeuten …

Inzwischen kommt man an Arno Strobel ja gar nicht mehr vorbei, wenn es darum geht einen Thriller zu lesen. Nun will ich mich auch mal an seine Bücher heranwagen und sehen, ob sie mich mitreißen oder ich sie eher durchschnittlich finden werde.

 3. "Vollendet. Der Aufstand" von Neal Shusterman
Du hast gegelaubt, es ist vorbei? Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer: Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen. Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein. Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen. Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.

Da hatte ich mich eigentlich gefreut, dass es endlich mal eine Dystopie gibt, die nicht als Trilogie geplant ist und dann sowas. Ganz dreist ist es doch eine, dabei fand ich die Geschichte nach dem ersten Band eigentlich abgeschlossen. Trotzdem werde ich mich damit weiter befassen und ganz sicher irgendwann auch noch den letzten Teil hinterherschieben.

4. "Wir beide, irgendwann" von Jay Asher
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...

Als das Buch raus kam wollte ich es unbedingt lesen. Das Cover hat mich total angesprochen und der Titel hat mich auch aufmerksamgemacht. Die Idee finde ich auch recht spannend und da ich ohnehin auf solche Geschichten mit unglücklicher Liebe und der Erkenntnis, dass der beste Partner direkt bei einem ist, mag, wird mir das Buch sicher gefallen.

5.  "Godspeed. Die Reise beginnt" von Beth Revis
Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden, 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen?

Die Reihe hatte ich schon mehrfach ins Auge gefasst, aber da der erste Teil in der Bücherei ständig ausgeliehen war, habe ich es dann doch immer wieder verworfen. Nun, da ich aber einige Reihen beendet habe und weitergelesen habe, werde ich mich doch mal daran wagen. Vielleicht überrascht die Trilogie ja mal mit etwas ganz Neuem und hat nicht die typische Dystopiegeschichte als Hintergrund.

 6. "Wunder" vonRaquel J. Palacio
August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist - wie August.

Im Laden mehrfach gesehen, als es gerade neu war, aber immer wieder weggelegt. Jetzt habe ich doch zugegriffen und mir gedacht, dass ich es unbedingt mal lesen möchte. Die Geschichte um August und seine Probleme damit das erste Mal auf eine normale Schule zu gehen, klingen für mich sehr liebenswert und ich denke, dass ich mich sicher irgendwo mit ihm wedrde identifizieren können.
7.  "Du. Wirst. Vergessen." von Suzanne Young
Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen …

Ein Schnellgriff aus der Bücherei. Gesehen und eingesteckt. Soweit ich es bis jetzt ermitteln konnte, ist dieses Buch tatsächlich inhaltlich abgeschlossen und somit keine neue Reihe die ich anfange. Wieder Dystopie, aber dann vielleicht mal nicht mit der typischen Liebesgeschichte.

 8. "Cry Baby" von Gillian Flynn
›Babydoll‹ steht auf ihrem Bein. ›Petticoat‹ auf ihrer linken Hüfte. ›Böse‹ findet sich ganz in der Nähe. ›Girl‹ prangt über ihrem Herzen, ›schädlich‹ ist in ihr Handgelenk geritzt. Camille Preakers Körper ist übersät mit Wörtern. Wörtern, die sie sich in die Haut geritzt hat. Das letzte Wort, das sie sich einritzte, hieß ›verschwinden‹. Danach stellte sie sich. Den Therapeuten, aber auch ihrer Vergangenheit. In ihrer alten Heimatstadt Wind Gap wurden zwei Teenager entführt und ermordet. Camille Preaker soll den Fall für ihre Zeitung vor Ort recherchieren. Sie findet die Dämonen ihrer Kindheit. Und die verbreiten nicht nur Angst und Schrecken, sondern töten auch.

Gone Girl war für mich ein wirklich tolles Buch, das nur eine Schwäche hatte und das war sein Ende. Da ich den Schreibstil der Autorin aber super toll fand, habe ich entschieden, dass ihr ihre Werke, die sie vorher geschrieben hat, auch lesen möchte und deshalb steht Cry Baby auf dieser Liste.

9. "Obsidian - Schattendunkel" von Jennifer
Ein dunkles Geheimnis scheint über dem winzigen Städtchen zu liegen, in das die siebzehnjährige Katy gerade erst umgezogen ist. Im umliegenden Gebirge sollen merkwürdige Lichter gesehen worden sein, leuchtende Menschengestalten ... Viel schlimmer findet die leidenschaftliche Buchbloggerin Katy jedoch, dass die nächste Bibliothek meilenweit weg ist und sie kein Internet hat. Bis sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln und ein Junge die Tür öffnet, so düster und geheimnisvoll wie der Ort selbst: Daemon Black.

Bei diesem Buch hat mich das Cover angesprochen und ich habe es auf so vielen Blogs inzwischen gesehen, dass ich mir gedacht habe, dass ich es auch gerne lesen würde. Welch ein Glück, dass ich es dann auch noch ausleihen konnte.

10.  "Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater
Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird. Doch Blue trägt ein Geheimnis in sich: Seit sie sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

Da komme ich dann vielleicht endlich mal zu meiner ersten Begegenung mit Maggie Stiefvater. Schon so lange wollte ich mich immer mal an eines ihrer Bücher heranwagen und habe es doch nie geschafft. Vielleicht wird das nun endlich die Chance.

Kennt irgendwer von euch schon eines der Bücher? Über Meinungen wäre ich sehr erfreut und da ich ab und an mal Rezensionsexemplare bekomme oder vielleicht, wenn ich nicht schnell genug lese ein Buch wieder abgeben muss, ist das nur ein momentaner Ausblick, der vielleicht nicht so bleiben wird :) Was habt ihr denn vor in nächster Zeit zu lesen?




BR - Antonio Fian - Das Polykrates-Syndrom






Gebundene Ausgabe
Erschienen am: 03. Februar 2014
Verlag: Droschl
ISBN:  978-3854209508
Seitenzahl: 240
Preis: 19,00€









"Es ist eine Krankheit, denke ich, meine Krankheit. Ich nenne sie das Polykrates-Syndrom. [...] Dem Mann gelang einfach alles, aber er war sich seiner Sache zu sicher, er glaubte, dass das immer so weitergehen würde. Am Ende hat man ihn so grausam umgebracht, dass selbst Herodot das nicht näher beschreiben wollte. Als Polykrates-Kranker hat man dieses Schicksal immer im Kopf, man fürchtet, zu viel Glück zu haben und irgendwann dafür bestraft zu werden, darum bemüht man sich ständig, Opfer zu bringen."

Artur hat auf Lehramt studiert, zieht die schlecht bezahlte Arbeit einem Copyshop aber vor. Er ist seit fünfzehn Jahren mit Rita verheiratet. Sie führen keine leidenschaftliche, aber eine solide Ehe. Einmal die Woche besucht er seine paranoide Mutter im Seniorenheim. Sein Leben ist in allen Belangen durch und durch voraussehbar und eigentlich ist Artur damit sehr zufrieden.
Doch dann begegnet er der ungewöhnlichen Alice. Ohne recht zu wissen warum verdreht sie ihm gleich vom ersten Augenblick an den Kopf. Alice ist alles, was Rita nicht ist. Spontan, aufregend, unvernünftig. Hals über Kopf stürzt sich Artur wider besseres Wissen ins Abenteuer - und hat dabei nicht nur mit seinem Gewissen zu kämpfen. Die Dinge entwickeln sich schneller als ihm lieb ist und als Alices Ex-Freund tot in ihrer Küche liegt, ringt er sich zu Dingen durch, die er sich nur ein paar Wochen vorher nicht einmal im Traum hätte vorstellen können. Doch einen toten Ex-Freund verschwinden zu lassen ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange...

Als allererstes ist mir, wie man vielleicht gut nachvollziehen kann, das schwarz-rote Cover ins Auge gesprungen. Es wirkt ein bisschen verstörend, ist aber auf jeden Fall ein Blickfang.
Hat man es also erstmal in die Hand genommen, verspricht der Zusatz zum Klappentext:
"Was nun ins Rollen kommt, ist eine Zeit lang ausgesprochen komisch, aber diese Komik nimmt unversehens immer düsterere, schließlich grauenhafte, wie einem Splattermovie entsprungene Formen an, und die bisher so satten und zufriedenen, vielleicht sogar glücklichen Romanfiguren sehen sich unausweichlich in Handlungen verstrickt, die weder sie sich selbst noch die Leser ihnen jemals zugetraut hätten."
Und genau so war es. Die ganze Geschichte ist aus Arturs Perspektive erzählt, der sich in seinem mittelmäßigen und unspannenden, dafür aber in sicheren Bahnen verlaufenden Leben eigentlich sehr wohl fühlt. Antonio Fian gelingt es dabei so zu schreiben, dass man dieses Sicherheitsbedürfnis des Protagonisten tatsächlich nachempfinden kann. Keine großen Überraschungen, alles in gewohnten Bahnen. Und man gewöhnt sich sehr schnell daran: Artur ist kein Abenteurer. Was kann ihm schon unerwartetes passieren? Die Begegnung mit Alice gibt einen ersten Anstoß. Er läuft einer wildfremden Frau nach, nur um sie besser kennen zu lernen? Nanu?
Mit einer Menge trockenem und schwarzem Humor führt Fian weiter durch die Geschichte, von der ich natürlich nicht zu viel verraten will. Aber ich habe an vielen Stellen grinsen oder sogar lachen und meinem Freund dann vorlesen müssen, was mich so königlich amüsiert hat. Tatsächlich habe ich ihm sogar Passagen über mehrere Seiten hinweg vorgelesen und er fand es wahnsinnig witzig - ganz ohne die Geschichte von Anfang an zu kennen. Diese Momente des Lachens, oftmals auch über überhaupt nicht witzige Situationen, machen das Buch sehr kurzweilig und haben ein sehr positives Gefühl bei mir hinterlassen.
Der Klappentext übertreibt übrigens nicht, wenn er von Splattermovie-Dimensionen spricht. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und es wird eine im wahrsten Sinne des Wortes eine ganz schön blutige Angelegenheit. "Das Polykrates-Syndrom" ist also nur bedingt was für Leute mit schwachen Nerven, denn es wird nicht nur blutig, sondern auch ganz schön anschaulich.
Eigentlich ist es fast schade, dass das Buch es von der Longlist des Deutschen Buchpreises nicht auch auf die Shortlist geschafft hat. Über literarisch wertvoll kann man sich sicher streiten, aber meiner Meinung nach bietet Fians neuester Roman einen packenden Plot und jede Menge trockenen Humor. Wer diese Kombination schätzt, kann mit diesen gut 240 Seiten eigentlich überhaupt nichts falsch machen.

Für viele Lacher, Amüsement und eine total absurde, aber unterhaltsame Entwicklung der Geschichte bekommt "Das Polykrates-Syndrom" wirklich gute 4 Blümchen von mir.


Aussehen: ♥♥♥ 
Charaktere: ♥♥♥♥ 
 Spannung: ♥♥♥♥ 
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥ 
 Originalität: ♥♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥ 
 Schreibstil: ♥♥♥♥



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